NW(02.12.11) Wohlfühlen bei den alten WölfenSenioren-Weihnachtsfeier beim SuS
VON WOLFGANG DÖBBER

Bad Oeynhausen-Wulferdingsen. Wenn Bad Oeynhausens stellvertretende Bürgermeisterin Gisela Kaase die Weihnachtsfeier der Senioren beim SuS Wulferdingsen besucht, dann heulen die „alten Wölfe“ – denn sie alle haben Kaase mittlerweile in ihr Herz geschlossen.

Auch Friedel Schneider, Ehrenmitglied und langjähriger Vorsitzender des SuS, der auch in diesem Jahr durch die zahlreichen Ehrungen und Jubiläen führte und viele Senioren im Vereinsheim („Das schönste Bad Oeynhausens“, so Schneider) begrüßen durfte: Es war Wohlfühl-Athmosphäre angesagt bei Kaffee und Kuchen. Schneider hatte ein volles Programm zu absolvieren: Er begann mit erwärmenden Worten für drei Turnerfrauen, die in diesem Jahr die runde siebzig erreichten: Helga Dresing, Ulla Schneider und Irmgard Upheber sind mit großem Herzblut, Eifer und Fleiß bei der Sache.

Dann wurde ein erfahrener Schiedsrichter siebzig Lenze jung: Hans-Hermann Reinkensmeier hatte als Schiedsrichter für den SuS die höchste Klasse erreicht. Auch Siegfried Struck, Hans-Peter und Rolf Gostmann haben in diesem Jahr ihren runden Geburtstag erreicht, sie alle haben früher die Farben im Wulferdingsener Fußball hochgehalten und waren in jungen Jahren auch in der Leichtathletik aktiv. Stolze achtzig Jahre wurde Hans Meynert, der 1961 den Aufstieg in die Bezirksliga mitgestalten konnte, und er ist noch heute einer der treuesten Schlachtenbummler des SuS Wulferdingsen, auswärts wie daheim. Den Ehrenteller für neunzig Lebensjahre erhielten Willi Nagel (der schon 1930 die Vereinsgründung des Vereins miterleben durfte) und Otto Sudwischer. „Es war eine Augenweide, wenn er Fußball spielte, er streichelte den Ball", so Schneider. Den Jubilaren zollten Schneider und die viele Senioren ihren besten Dank und Anerkennung, vor Sudwischer verneigte sich jeder im Verein: Er hat noch im letzten Jahr bei vielen Aktivitäten selbst Hand angelegt – ein echter „Wolf“, auch im hohen Alter. Zur Freude der Senioren siegte dann die 1. Mannschaft einen Tag später 4:0 gegen Espelkamp II. Zum Ehrenteller reicht das aber noch nicht.

NW (01.10.11) „Gewinnen wir weiterhin, sind wir bald pleite“ Einst mischte der SuS Wulferdingsen die ostwestfälische Fußball-Szene auf / Auch Prominenz zu Gast im „Loch“
VON HANS MILBERG



Bad Oeynhausen/Wulferdingsen. Fußball gespielt wurde beim SuS Wulferdingsen immer schon, aber niemals so schön wie in den beiden Jahren nach dem Aufstieg aus der Bezirks- in die Landesliga in den Spielserien 1984/85 und 1985/86. Es waren schon aufregende Jahre, die bei den „Wölfen“ zwischen 1982 und 1993 gefeiert wurden.

Jahre lang galten die „Wölfe“ allenfalls als eine Art „graue Maus“, brachten schon seit jeher gute Fußballer hervor, aber sie bewegten sich stets auf der heimischen Kreisebene, um sich mit den Vereinen aus Minden, Porta Westfalica, Petershagen und dem Bad Oeynhausener Stadtgebiet zu messen. Gut anzusehen waren schon in den 60er Jahren die Rivalenkämpfe gegen die Nachbarn aus Volmerdingsen oder Eidinghausen-Werste, und damals wurden solche Spiele auch mit einer entsprechenden Zuschauer-Resonanz honoriert. So richtig „Leben in die Bude“ kam aber erst in den 70er Jahren, als der SuS Wulferdingsen wieder einmal der Bezirksliga einen „Besuch abstattete“ und die Verantwortlichen eine neue Zeit einläuteten.

Im Mai 1982 hatten sich die „Wölfe“ mit einem üppigen Vorsprung vor dem SC Minden und dem Traditionsverein Mindener SV 05 aus der 1. Kreisklasse in die damalige Bezirksklasse verabschiedet. Mit Spielern wie den Brüdern Frank und Dirk Rehburg, Norbert Horst, Klaus Namnieks, Uwe Verl, Detlef Bohnenkamp und Kapitän Klaus Czypulowski. Und dazu noch ein paar Eigengewächsen, die sich anschickten, die neue Spielklasse aufzumischen. Der Erfolg hatte schon zu diesem Zeitpunkt einen Namen. Und der hieß Wilfried Horst. Der ehemalige erfolgreiche Spieler des SuS, der TSG Rehme und des VfL Mennighüffen hatte das Glück mit einigen Verantwortlichen des Vereins, neue Voraussetzungen schaffen zu können, die für neue Höhenflüge sorgten. Wilfried Horst als Trainer, Eckhard Spilker als Vorsitzender sowie Vereinswirt und Mäzen Karl-Fried „Colly“ Reinkensmeier versuchten das Niveau weiter zu heben, neue Spieler einzubinden und damit auch für eine neue Qualität zu sorgen.

Schon im ersten Bezirksliga-Jahr erreichte das Team drei Punkte hinter dem Meister und Aufsteiger Spvgg Hiddenhausen den undankbaren 2. Platz, worauf noch einmal die Mannschaft verstärkt wurde. Schon ein Jahr danach, in der Saison 1983/1984, gelang der ganz große Wurf: Der SuS Wulferdingsen stieg mit acht Punkten Vorsprung auf Verfolger Arminia Vlotho in die Landesliga auf. Dabei erzielte Goalgetter Axel Kröger allein 33 Tore. Damit wurde in Wulferdingsen endgültig ein neues Zeitalter eingeläutet. „Klotzen, nicht kleckern“ lautete fortan das Motto und in Wulferdingsen wurde mit Wilfried „Seltenweiß“ Horst ein zweiter „Motor“ ins Boot geholt, der viele Kontakte zu Spielern der gehobenen Kategorie hatte. Mit gestandenen Spielern wie Dieter Pries, Gerd Fenske und Thomas Kummer, sowie Jürgen Schnake, einem „jungen“ Uli Hebrock (heute Trainer beim TuS Victoria Dehme) und den Eigengewächsen Lothar Waldeck, Christian Bäron und Frank Thomas wurde der Kader der „Wölfe“ weiter aufgewertet. Mit einem Superstart ging es in eine neue Saison, der ersten Landesliga-Spielzeit in der Vereinsgeschichte.

Schon im ersten Spiel bekam der lippische TuS Brake beim 3:0-Auswärtssieg die Krallen der „Wölfe“ zu spüren. Spiel zwei endete 3:2 für den SuS gegen den etablierten TuS Horn-Bad Meinberg. 500 Zuschauer sahen im „Loch“ ein tolles Spiel. Es folgte ein 1:0-Sieg in Stukenbrock und längst fanden sich auch Zaungäste aus Gohfeld, Minden oder Herford in Wulferdingsen ein, die im vierten Spiel einen glatten 4:0-Erfolg über den BV Bad Lippspringe zu sehen bekamen. „Alles Punkte gegen den Abstieg“, sagte Vorsitzender Eckhard Spilker nach dem 4:1-Heimsieg über den SC Bad Salzuflen, der von Gero Timmer trainiert wurde und in seinen Reihen mit Peter Nemeth (zuletzt FC St. Pauli und heute Co-Trainer in Hoffenheim) und Uwe Eberhardt (ehemals SC Oberbecksen und jetzt Trainer in Holsen) Spieler hatte, die hierzulande auch heute noch einen guten Ruf genießen. Unglaublich, der SuS Wulferdingsen „rockte“ die Landesliga und nach sechs Spielen hatte der Neuling 12:0 Punkte auf dem Konto.

In Wulferdingsen spielten sie seinerzeit schon ein wenig verrückt, denn immer neue Namen wurden mit dem Spitzenreiter in Verbindung gebracht. „Wenn wir weiterhin gewinnen, sind wir bald pleite“, witzelte Reinkensmeier, der für die Auszahlung der Prämien zuständig war. Immerhin erhielten alle 15 Spieler 65 D-Mark pro Punkt. Sponsoren wollten das Team nach einem erneuten Aufstieg mit einer Reise nach Japan belohnen. Aber genau mitten in diese Euphorie wurden die „Wölfe“ wieder auf den „Landesliga-Teppich“ geholt. Denn in der Folge gab es die erste Niederlage in Oetinghausen und eine Woche später schon die nächste „Pleite“ gegen die Spvg Versmold. Jürgen Gessat, Vater von Jung-Nationalspielerin und U-20-Weltmeisterin Kristina Gessat, steuerte damals zwei der insgesamt vier Tore beim 2:4 bei.

Mit dem sportlichen Höhenflug brodelte es auch in der Gerüchteküche. Neue Spieler wie Olaf Marin oder Klaus Schneider (beide SC Herford) wurden mit dem SuS in Verbindung gebracht. Trainer „Butzer“ Horst hatte es schwer, sich mit seinem Team auf das Alltagsgeschäft Landesliga zu konzentrieren. Wichtig waren damals auch die Vertragsverlängerungen von Dieter Pries und Torjäger Axel Kröger, dem inzwischen zahlreiche Angebote von Arminia Bielefeld, Hannover 96, Hertha BSC Berlin und anderen Klubs vorlagen, der sich aber für die „Wölfe“ entschied. Großkampfstimmung herrschte am 11. November 1984 im Wulferdingsener „Loch“ gegen die Spvg Brakel. Über 600 Besucher sahen in einem auf hohem Niveau stehenden Spiel ein gerechtes 0:0 gegen die Brakeler, die immerhin mit ihren damaligen „Stars“ Kling, Wollitz, Schwager und Krull antraten, allerdings auf den gesperrten Sagel verzichten mussten. Zuvor verbrachte der Kader der „Wölfe“ einen dreitägigen – wie es damals hieß – „Bildungsurlaub“ in Prag, der Goldenen Stadt an der Moldau.

In der Rückrunde mussten sich die „Wölfe“ der Gegenwehr der Konkurrenten erwehren. Beim Rückspiel in Bad Driburg wurde Torjäger Kröger von Spionen aus Schalke beobachtet. Gerd Roggensack, damals Trainer bei Arminia, bestellte Kröger zum Probetraining. Nach einigen zähen Verhandlungen meldeten sie in Wulferdingsen Vollzug: Kröger blieb und auch Trainer Wilfried Horst verlängerte seinen laufenden Vertrag. Beim nächsten Auswärtsspiel in Brakel wurden auf der Brakeler Tribüne die Trainer Jörg Berger und Diethelm Ferner gesichtet, die neben Kröger auch ein Auge auf die Brakeler „Micki“ Wollitz und Thomas Sagel geworfen hatten. In Wulferdingsen hatten sie längst eingesehen, dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen. Einen Fauxpas leisteten sich die Verantwortlichen im Auswärtsspiel in Horn-Bad Meinberg. Das 18-jährige Eigengewächs Ralf Lange sollte mehr und mehr integriert werden und als Trainer Horst für ein paar Tage private Dinge in Prag regeln musste, wurde Lange im lippischen Kurort ohne sein Wissen eingesetzt. Das stellte sich als Fehler heraus, denn Lange besaß keine Spielberechtigung. Trotz des 4:1-Sieges waren die Punkte weg. Aber die Saison war zu diesem Zeitpunkt ohnehin für die „Wölfe“ gelaufen.

Platz sieben war das Ergebnis nach 30 Spielen. Schon längst wurden die Augen auf die nächste Saison gerichtet. Nachdem die Asse gehalten wurden, sollte der Kader weiter verstärkt werden. Dirk Rehburg, Volker Brakmann, Andreas Kummer und Uwe Bültmann sollten die „Wölfe“ ein Jahr später auf den 6. Tabellenplatz bringen. Es war die vorläufig letzte Landesliga-Saison für den SuS Wulferdingsen. Neben Trainer Horst verließen viele Spieler die „Wölfe“ und als Trainer wurde der dreifache Nationalspieler Erwin Kostedde verpflichtet, der aber den Untergang nicht aufhalten konnte, denn nach der Saison 1986/87 ging es nach einem Umbruch neben dem VfB Bielefeld und dem TuS Friedrichsdorf wieder zurück in die Bezirksliga, die aber nach der Saison 1991/92 wieder in Richtung Landesliga verlassen wurde. Aber schon ein Jahr danach stieg der SuS gemeinsam mit der TSG Harsewinkel und der Spvg Steinhagen wieder ab. In jener Saison landete der FC Bad Oeynhausen hinter Meister TBV Lemgo und Vize SuS Lage auf Rang drei, der FC Gohfeld kam auf Platz sechs.

Einen wesentlichen Anteil an den „fetten“ Jahren beim SuS Wulferdingsen hatte sicherlich Trainer Wilfried Horst, der gemeinsam mit den Führungskräften Spilker und Reinkensmeier für einen sportlich hochstehenden Kader sorgte. Horst erreichte mit den „Wölfen“ fünf Mal die Meisterschaft, dreimal als Spieler und zweimal als Trainer. So erfolgreich wie kein anderer in der Vereinsgeschichte.

NW (30.11.10) Ehre, wem Ehre gebührt

Drei neue Ehrenmitglieder bei den Senioren
VON WOLFGANG DÖBBER

Bad Oeynhausen-Wulferdingsen. Ehre, wem Ehre gebührt. Unter diesem Motto stand die Seniorenfeier des SuS Wulferdingsen in diesem Jahr im Vereinsheim. Auch dann, wenn sie, wie im Falle der drei neuen Ehrenmitglieder, für die Geehrten sehr überraschend kam.

Der „Ehrenwolf“ Friedel Schneider freute sich jedenfalls riesig, als der Bad Oeynhausener Bürgermeister Klaus Mueller-Zahlmann die drei Namen der neuen Ehrenmitglieder vorlas: Siegfried Pries, Hans Böker und Bruno Kamutzki waren verblüfft und zugleich gerührt, als ihnen die Urkunde vom Stadtoberhaupt überreicht wurde.

In vorweihnachtlicher Stimmung wurden im Vereinsheim, das auf den Tag genau am 27. November 1995, also vor 15 Jahren, eingeweiht worden war, bei der Seniorenfeier weitere Ehrungen vorgenommen. Eine Urkunde für langjährige Mitgliedschaft erhielten Roswitha Zimmermann und Ulrike Spilker. Für besondere Verdienste wurden Jürgen Schuh, Günter Sosnowski und Friedrich Schlüter (fehlte) geehrt. Geburtstags-Ehrungen gab es für Renate Kröger, Willi Upheber und Hans Hütten (alle sind 70 Jahr alt geworden), Heinrich Stienkemeier (85 Jahre) und den nicht anwesenden Otto Sudwischer (90 Jahre).

Bürgermeister Klaus Mueller-Zahlmann hob in seiner Rede zu den Geehrten deren Einsatz für selbstloses, oft Zeit aufwendiges und ehrenamtliches Engagement im Sportverein hervor. „Sport hat einen besonderen Wert in unserer heutigen Gesellschaft. Es ist ja ein Stück Bildungsarbeit für Jugendliche. Und es ist auch ein Stück Sozialarbeit und Integration – und der Sport erfordert zudem auch Management-Geschick und Organisationstalent. Dafür spreche ich Ihnen ein Lob der Stadt Bad Oeynhausen aus,“ sagte das Stadtoberhaupt. Die Seniorenfeier neim SuS Wulferdingsen wurde anschließend mit Weihnachtsliedern in vertrauter und gemütlicher Runde fortgesetzt. In guter, alter Tradition der Senioren-„Wölfe“.

NW (04.01.10) Ein Leben lang für den Sport Gas gegeben.


NW-CUP: Sport-Oscar an Friedel Schneider

VON WOLFGANG DÖBBER



Bad Oeynhausen. Am 5. Dezember 2006 erhielt er im Rahmen einer Weihnachtsfeier die Ehrenmitgliedschaft beim SuS Wulferdingsen verliehen: Die Neue Westfälische berichtete damals, wie stolz er war – und auch heute wieder: Denn mehr als drei Jahre später steht der rüstige und bescheidene Sportsmann aus Wulferdingsen wieder im Fokus: Der Sport-Oscar 2010 geht an Friedel Schneider vom SuS Wulferdingsen!

Werner Hansch und Ehrengast Rudi Assauer überreichten Schneider den Oscar und würdigten seine Leistungen für den Fußball-Sport bei den „Wölfen“. Schneider bedankte sich, indem er die Unterstützung durch seine Familie hervorhob: „Ohne meine Familie wäre das alles nicht möglich gewesen. Wenn die nicht immer so mitgezogen hätte“, deutete er die Familien-Bande deutlich an. Auch wenn er zwischenzeitlich mal die Schuhe für andere Vereine geschnürt hat, Friedel Schneider zog es immer wieder zurück zu den „Wölfen“.

Seit 1951 ist er Mitglied beim SuS Wulferdingsen, hat viele Posten bekleidet. „Vom Balljungen bis zum Linksaußen und zum Vorsitzenden“, wie er über sich sagt. Auch wenn er inzwischen nicht mehr in der ersten Reihe steht, Friedel Schneiders Rat ist immer noch gefragt. Er ist Mitglied im Ältestenrat des Vereins, ist als Chronist des Klubs tätig und sein Rat ist stets gefragt. Er ist eine anerkannte und geschätzte Persönlichkeit.

1995 war Friedel Schneider wesentlich beim Umbau der Vereinsturnhalle beteiligt. In Fritz Prieß sieht er sein großes Vorbild. Nun hat er sich selbst eingereiht in die Liste der verdienstvollen Sportler der Stadt Bad Oeynhausen, die im Rahmen des Pressepokal-Turniers der Neuen Westfälischen ausgezeichnet werden. Ein Lebenswerk, das Respekt verdient.

NW(04.12.09) Fest stärkt den Zusammenhalt

SUS WULFERDINGSEN: Verdiente Vereinsmitglieder werden ausgezeichnet
Bad Oeynhausen-Wulferdingsen. (w.a.) Das schmucke Sportheim des SuS Wulferdingsen feierte Jubiläum. Es wurde vor 15 Jahren eingeweiht. Jetzt gab es wieder einen festlichen Rahmen. In seinen Begrüßungsworten erinnerte Friedel Schneider vom Ältestenrat der „Wölfe“ an sein Vorbild und den Motor aus den Wulferdingsener Gründerjahren, Fritz Prieß.

Dessen größter Wunsch war nach der Einweihung des neuen SuS-Sportheimes am 28. November 1995, dass dieser schmucke Raum eine Anlaufstätte für die Vereinsmitglieder, vor allem der Älteren, werden soll. Und damit beauftragte er Friedel Schneider als Wulferdingsener Urgestein, der vom Linksaußen bis zum 1. Vorsitzenden im Verein eine bewegte Geschichte hat. Grundgedanke dieses Auftrages war und ist, die Vereinsmitglieder über 60 Jahre nicht als „Kartei-Leichen“ zu führen, sondern aktiv im Vereinsgeschehen einzubinden. Hierzu wird seit 1995 ein alljährlicher Treff im Vereinsheim organisiert, wo die Seniorinnen und Senioren für ihre Treue zum SuS Wulferdingsen mit einer Urkunde und bei über 85-Jährigen mit einem „Teller“ bei Kaffee und Kuchen bedacht werden.

Für eine standesgemäße Überreichung der Erinnerungsteller stand die stellvertretene Bürgermeisterin Gisela Kaase zur Verfügung. Viermal für Ü60 und als ältester Senior war der 92-jährige Karl Budde zugegen.

NW (01.12.08) Um SuS verdient gemacht

Ehrenteller für Otto Sudwischer

Bad Oeynhausen-Wulferdingsen (wol). Ehre, wem Ehre gebührt. Traditionell feiern die Altherren Ü60 des SuS Wulferdingsen in gemütlicher Runde und geselligem Beisammensein das zu Ende gehende Jahr und ehren verdiente Mitglieder.

Wer mindestens 20 Jahre im Verein ist und verdienstvoll und ehrenamtlich für die „Wölfe“ sich engagiert hat, der erhält aus den Händen der stellvertretenden Bürgermeisterin Gisela Kaase die Ehrenurkunde des Sportvereins überreicht. Das war auch in diesem Jahr nicht anders. Gisela Kaase lobte die uneigennützige und vorbildliche Arbeit der geehrten Vereinsmitglieder und wünschte ihnen für die Zukunft alles Gute.

Der 86-jährige Otto Sudwischer erhielt zudem neben dem Ehrenteller noch die Ehrenmitgliedschaft im Sportverein. Sudwischer gehörte der Fußball-Mannschaft von 1947 beim SuS Wulferdingsen an und brachte die berühmten weißen Fußballschuhe aus dem USA nach Wulferdingsen mit.