16.05.12 (NW) SuS mit Leidenschaft
VON WOLFGANG DÖBBER UND EGON BIEBER

Blickpunkt _F u ß b a l l_

Ein Punkt fürs Selbstvertrauen.Nicht mehr und nicht weniger. So richtig nach vorn brachte das 1:1 gegen SVKT die „Wölfe“ nicht, beträgt der Rückstand auf den rettenden Platz 10 schon neun Punkte bei nur noch fünf ausstehenden Spielen. Der SuS tauschte nur den Platz mit Espelkamp II und reichte die „Rote Laterne“ an die weiter. Es gab viele positive Akzente im Wulferdingsener Spiel, nur im Torabschluss war das Team nicht Bezirksliga reif. Zu viele klarste Möglichkeiten wurden verballert. Trainer Gerd Hartmann machte seinen Jungs deshalb keinen Vorwurf, denn er hatte nach der Pleitenserie von sechs Niederlagen in Folge vor allem Leidenschaft und Kampfgeist eingefordert – und das lieferten die Spieler ab, hauten sich voll rein. „Wir haben uns als Mannschaft präsentiert. Respekt an die Truppe“, lobte Hartmann und baute die Jungs nach den verschenkten zwei Punkten moralisch wieder auf.

14.05.12 (NW) Beste Chancen verballert
„Wölfe“ – SVKT 1:1

VON EGON BIEBER

Bad Oeynhausen-Wulferdingsen. Nach sechs Niederlagen in Folge stoppte der SuS Wulferdingsen die Talfahrt und erkämpfte sich ein hochverdientes 1:1 (1:1) gegen den SV Kutenhausen/Todtenhausen. Für den Klassenerhalt ist diese Punkteteilung aber viel zu wenig, kommen die „Wölfe“ nicht vom Fleck. Am meisten ärgerte sich SuS- Mittelfeldspieler Mirko Nuhanovic über die verschenkten Punkte. „Einen muss ich machen“, sagte er nach dem Abpfiff, denn ihm boten sich die meisten klaren Torchancen.

Schon in der ersten Halbzeit waren es zwei und zwei weitere ganz „fette Dinger“ in der Schlussphase: Mirko Nuhanovic machte in der 83. Minute alles richtig, schlenzte den Ball aus elf Metern halblinke Position aber nur um Zentimeter am Tordreieck vorbei ins Aus. Nur zwei Minuten später holte SVKT-Torwart Axel Pundt mit einer Wahnsinnsreaktion den Kopfball von Nuhanovic noch von der Torlinie. Wenn du unten in der Tabelle stehst, gehen die Dinger eben nicht rein, lautet eine vielzitierte alte Fußball-Weisheit. Auf die „Wölfe“ traf das gestern zu, denn auch Johann Janzen, Michael Prosser und Jannik Korte jeweils per Freistoß schossen nur knapp vorbei oder Torhüter Axel Pundt klärte ein weiteres Mal glänzend mit beiden Fäusten nach einem Flachschuss von Jannik Korte. Und Martin Keulertz fabrizierte ein unglückliches Eigentor zum 0:1 (9.) nach einem Flankenball. Johann Janzen markierte das 1:1 (16.)

Wenn es aber ganz dumm läuft, geht der Schuss für die Wulferdingsener, die kämpferisch überzeugten und sich voll reinhängten, auch nach hinten los. Zweimal zielten Gäste-Kicker nur knapp daneben – und dann klärte auch SuS-Torhüter Matthias Wormuth dreimal glänzend. „Dieser Punkt für uns ist mehr als glücklich, sehr schmeichelhaft. Wulferdingsen war das bessere Team“, sagte SVKT-Trainer Christian Möller. „Die Mannschaft hat nach der Niederlagen-Serie eine gute Reaktion gezeigt und sich kämpferisch stark präsentiert. Wir haben nur unsere klaren Torchancen nicht genutzt“, resümierte SuS-Coach Gerd Hartmann

SuS Wulferdingsen: Wormuth; Bäumer, Grothkopf, Keulertz, F. Habbe, Finke, Prosser (75. Zschunke), Nuhanovic, Korte, Janzen, Ruschmeier (55. Pasold).
SV Kutenhausen/Todtenhausen: Pundt; N. Claußen, Finke (70. Gundlach), Niermann, Horstmann (65. Busse), Kleine, Pferner, Borcherding (80. Cakici), M. Claußen, Finger, Giessmann.
Tore: 0:1 (9.) Keulertz (Eigentor), 1:1 (16.) Janzen.

09.05.12 (NW) Wulferdingsen übernimmt die rote Laterne
VON WOLFGANG DÖBBER

Blickpunkt _F u ß b a l l_

Gerd Hartmann vom SuS Wulferdingsen hatte die Niederlage in Rödinghausen schnell eingeordnet: „Wir wollten kompakt stehen, und die Räume gut zumachen. Das ist uns auch geglückt. Leider erst ab der 20. Minute, denn da stand es schon 3:0 für Rödinghausen. Vorher haben wir denen einfach zu viel Räume gelassen, wollten mitspielen. Ab der 20. Minute standen die Jungs besser, danach haben wir auch nur noch zwei Gegentore kassiert.“ 

Hartmann musste schon früh wechseln, da Robin Grothkopf mit Daniel Pasold zusammenrasselte und benommen draußen blieb. Pasold konnte glücklicherweise weitermachen. Mirko Nuhanovic und Jannik Korte gingen leicht angeschlagen ins Spiel und wurden nach einer guten Stunde ausgewechselt. Mit dem Ehrentreffer von Johann Janzen per Elfmeter belohnten die „Wölfe“ dann ihre Moral, gegen einen dominanten Gegner nicht untergegangen zu sein.

 

07.05.12 (NW) „Wölfe“ 1:5 beim SVR II

SV Rödinghausen II – SuS Wulferdingsen 5:1 (3:0). Nur noch sechs Spiele trennen den Tabellenführer SV Rödinghausen II vom Meistertitel in der Bezirksliga. Auch im Spiel gegen einen überforderten SuS Wulferdingsen gab sich die Elf von Trainer Michael Bernhardt keine Blöße und siegte nach 90 einseitigen Minuten mit 5:1 (3:0). Von Beginn an ließen die vor Spielfreude sprühenden Hausherren keinen Zweifel daran aufkommen, wer das Spielfeld als Sieger verlassen würde. Nach einem angeblichen Foul von Rödinghausens Langkamp an Hans Janzen ließ sich dieser nicht lange bitten und erzielte per Foulelfmeter das „Ehrentor“ für die Gäste.

SV Rödinghausen II: Krack; Milse, Müller, Knigge (58. Rasic), Block, Neumann, Di-Bella (65. Wochmin), Langkamp, Schal, Selishta (62. Wiebusch), Gieselmann.
SuS Wulferdingsen: Wormuth; Bäumer, Pasold, Finke, Prosser, Nuhanovic (53. Miegel), Janzen, Grothkopf (35. Ruschmeier), Habbe, Korte (69. Zurheide), Keulertz.
Tore: 1:0 (10.) Selishta, 2:0 (20.) Milse, 3:0 (22.) Langkamp, 4:0 (47.) Schal, 5:0 (63.) Wiebusch, 5:1 (81.) Janzen (Foulelfmeter).

01.05.12 (NW) „Wölfe“ stehen mit dem Rücken an der Wand
VON WOLFGANG DÖBBER

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Bad Oeynhausen. Der TuS Lohe ist der einzige Sieger des heimischen Trios am vergangenen Wochenende in der Fußball-Bezirksliga. Das 3:1 beim TuS Tengern II bestätigte den leisen Aufwärtstrend der „Grünen“. Null Punkte und null Tore gab es für die beiden Vertreter FC Bad Oeynhausen II (0:1 gegen FT Dützen) und SuS Wulferdingsen (0:3 gegen SC Vlotho).

Nur noch ein Tor trennt sie vom letzten Tabellenplatz: Der SuS Wulferdingsen ist nach dem 0:3 gegen den SC Vlotho – der fünften Niederlage in Folge – mit 19 Punkten Vorletzter. Die Reserve des FC Preußen Espelkamp musste in der Nachspielzeit das 1:2 gegen Schötmar schlucken und hat als Letzter ebenso 19 Punkte auf dem Konto. Die Fakten sind trist, Trainer Gerd Hartmann sah seine Elf immerhin kämpfen: „Die erste Halbzeit war okay, wir kriegen ein klares Abseitstor, sind aber gut dabei. Wir schauen ohnehin nicht auf die Tabelle, sondern nur auf uns.“

30.04.12 (NW) Die Köpfe gehen nach unten
SuS Wulferdingsen unterliegt SC Vlotho mit 0:3

VON WOLFGANG DÖBBER

Bad Oeynhausen-Wulferdingsen. Die Hoffnung stirbt zwar zuletzt, aber große Hoffnungen auf einen Verbleib in der Fußball-Bezirksliga sollte man sich nun in Wulferdingsen nicht mehr machen.

Bei der 0:3 (0:1)-Niederlage gegen den SC Vlotho erspielte sich die Mannschaft von Gerd Hartmann die erste Chance erst in der 80. Minute durch Mirko Nuhanovic, nachdem Nico Neddermann vom SC einen Ball unterlief und Johann Janzen so erst flanken konnte. Hartmann erkannte die Niederlage offen an: „Heute hat die bessere Mannschaft gewonnen, wir haben uns erst spät die erste Chance erspielt. Die ersten beiden Tor waren für mich aber klar Abseits, nach dem 0:2 gingen dann die Köpfe meiner Spieler nach unten. Wir haben gut angefangen, uns bemüht, aber zu viele individuelle Fehler begangen.“

Die Gäste aus Vlotho waren von Beginn an leicht feldüberlegen, gingen nach einer guten halben Stunde durch Christian Schake mit 1:0 in Führung. „Meiner Sicht nach nimmt er den Ball auf der Linie an, ist klar im Abseits“, betonte Hartmann. Zählte aber, und die „Wölfe“ selbst konnten keinen entscheidenden Druck aufbauen. Jannik Korte und Andre Zschunke waren in der Offensive der „Wölfe“ noch die emsigsten, Johann Janzen ackerte und rackerte im Sturm, kam aber nie entscheidend zum Abschluss.

Nach dem Seitenwechsel drängte der SCV dann auf die schnelle Entscheidung, setzte im Mittelfeld zupackender die ballführenden SuS-Spieler unter Druck, die Bälle wurden einfach zu schnell wieder verloren. Matthias Wormuth bewahrte den SuS zweimal vor dem 0:2. Als Wulferdingsen wieder besser in die Spur zu finden schien, konterte Vlotho eiskalt und für Hartmann und viele Spieler des SuS abseitsverdächtig. Maxi Reckendorf eilte alleine auf Wormuth zu, und behielt aus zehn Metern die Nerven und schoss zum 2:0 in die rechte Ecke halbhoch ein (67.). Die Partie war damit durch, zwar hatte Nuhanovic noch die besagte Chance auf das 1:2, aber Vlotho blieb offensiv auch präsent.

In den Schlussminuten sorgte der eingewechselte Gleisner für den 3:0-Endstand (87.). Martin Pasold hielt bei seiner ersten Partie nach langer Verletzungspause gut eine Stunde prima durch, dann kam für ihn Frank Habbe. Robin Grothkopf verdiente sich in der Kette defensiv noch die beste SuS-Note.

SuSWulferdingsen: Wormuth; Finke, Bäumer, Prosser, Grothkopf, Peters (55. Nuhanovic), Zschunke (73. Knoche), Meier, Korte, M. Pasold (60. F. Habbe), Janzen.
SC Vlotho: Starke; Koch, Külbel, Lorenz, Frank, Neddermann, Celik, Jackmann, Reckendorf (85. Kran), Reissmann (85. Gleisner), Schake (81. Pries).
Tore: 0:1 (32.) Schake, 0:2 (67.) Reckendorf, 0:3 (87.) Gleisner.

25.04.12 (NW) Horror-Halbzeit der „Wölfe“
VON WOLFGANG DÖBBER

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Ein spätes 2:4 beim TSV Schötmar. Trainer Gerd Hartmann war angefressen. Wieder einmal gab der SuS Wulferdingsen in der zweiten Halbzeit ein ganz anderes Bild – fast schon desaströs – ab als vor der Pause. Zu denken gibt folgende jüngste Statistik: Gegen Holsen beim 1:4 ging die zweite Halbzeit mit 0:3 verloren, in Dützen gar mit 1:7 nach einem 0:0 zur Pause und in Schötmar ging die zweite Halbzeit mit 0:4 in die Hose. Macht 14 Gegentore nach der Pause und ein Verbleiben mit nur 19 Punkten auf dem drittletzten Rang. Horror-Halbzeiten der „Wölfe“. Die Gründe in Schötmar sind schnell benannt. Gerd Hartmann zählt auf: „Das 1:2 haben sie sauber herausgespielt, beim 2:2 macht das Duo Finke/Bäumer einen Fehler, beim 3:2 steht Thomas Peters zu weit draußen und das 4:2 war ein Elfmeter.“ Die Offensive wurde komplett eingestellt und der Platzverweis für Johann Janzen tat tat sein Übriges. Danach war Mirko Nuhanovic auf sich alleine gestellt. „Wir dreschen den Ball nur noch blind nach vorne“, schimpft Hartmann über das ungeordnete Spiel .

23.04.12 (NW) „Einfach nur schlecht“
Schötmar – „Wölfe“ 4:2

Schötmar/Bad Oeynhausen (wol). Auch bei der dritten Niederlage binnen acht Tagen standen die Spieler des Fußball-Bezirksligisten SuS Wulferdingsen nach der Pause völlig neben der Spur. Was sich beim 1:4 gegen Holsen und vor allem beim 1:7 (0:0 zur Pause) in Dützen andeutete, erfuhr nun auch bei der Niederlage beim VfL Herford mit 2:4 (2:0) seine Fortsetzung: Vor der Pause hui, nach der Pause unerklärlicherweise pfui.

Die „Wölfe“ sind mit 19 Punkten weiterhin Drittletzter, haben schon acht Punkte Rückstand auf das rettende Ufer „Relegationsplatz“. Zu allem Unglück verlor die Elf von Gerd Hartmann beim Stand von 2:0 den Torschützen Johann Janzen mit der gelb-roten Karte (50.). Auch das gute Torverhältnis haben sie sich (minus 19) damit kaputt gemacht.

SuS-Trainer Gerd Hartmann musste sich kurz sammeln, um die Niederlage beim Schlusslicht zu verdauen: „Vor der Pause haben wir das noch gut gemacht, hatten neben den beiden Toren weitere große Chancen, um vorzeitig alles klar zu machen. Nach der Pause war das einfach nur noch schlecht. Wir haben uns überhaupt keine echte Chance mehr herausgespielt. Machen wir so weiter, dann bleiben wir auch ganz unten drin.“

Die Partie begann vielversprechend für den SuS, Jannik Korte schoss die „Wölfe“ nach guten 20 Minuten 1:0 in Front, dann hatten Florian Miegel und Johann Janzen weitere Chancen. Johann Janzen köpfte kurz vor der Pause zum 2:0 für die Hartmann-Elf ein, die tief stand, Schötmar das Feld überließ und alles richtig machte. Nach der Pause (Hartmann: „Wir hatten uns in der Kabine noch viel vorgenommen“) wurde Hakim Aytan vom TSV zum Schreckgespenst der Wölfe: Drei Treffer, die letzten beiden spät (86., 90. Minute). Das Aus für den SuS.

TSV Schötmar: Kaya; Aytan, Siviloglu, Karak (46. Souk), Arslan, Z. Yagiz, Akbulut, Cikdemtepe, Akman, Keles, Ilhan.
SuS Wulferdingsen: Wormuth; Bäumer, Finke, Prosser (76. Zschunke), Peters, Miegel (76. Zurheide), Nuhanovic, Janzen, Grothkopf, Keulertz, Korte.
Tore: 0:1 (15.) Korte, 0:2 (45.) Janzen, 1:2 (68.) Souk, 2:2 (70.) Aytan, 3:2 (86.) Aytan, 4:2 (90.) Aytan (Foulelfmeter).

 

19.04.12 (NW) Die Dammasch-Festspiele
FT Dützen verspeist die „Wölfe“ nach der Pause

VON EGON BIEBER

Minden/Bad Oeynhausen. Was für ein Debakel! Und danach sah es zur Halbzeit-Pause bei einer „Nulldiät“ gar nicht aus gestern Abend im Nachholspiel in der Fußball-Bezirksliga. Dann aber fegte ein regelrechter Orkan in Gestalt der FT Dützen über den SuS Wulferdingsen hinweg und verspeiste die „Wölfe“ mit 7:1 (0:0).

„Ich bin sprachlos“, sagte der Wulferdingsener Trainer Gerd Hartmann und konnte sich keinen Reim auf diese Klatsche machen. „So etwas habe ich in meiner Trainer-Laufbahn noch nicht erlebt. Was wir in der zweiten Halbzeit geboten haben, hatte rein gar nichts mit Fußball zu tun. Dützen hat uns regelrecht vorgeführt. Vor der Pause war es teils noch okay, auch wenn mir die nötige Aggressivität schon da gefehlt hat. Dützen hätte auch in der ersten Halbzeit schon in Führung gehen können.“ Zum Albtraum für die Wulferdingsener avancierten die Dammasch-Brüder Ingo und Heiko, die alle sieben Treffer erzielten. „An so eine Halbzeit kann ich mich nicht erinnern“, sagte Ingo Dammasch nach dem Abpfiff. „Auch nicht in der Jugend zusammen mit meinem Bruder Heiko.“

FTD-Trainer Mathias Kummer war natürlich überglücklich nach diesem hohen Sieg. „In der ersten Halbzeit haben wir noch zu sehr in die Breite gespielt, fehlte der letzte Biss. Nach der Pause haben wir dann endlich Druck gemacht. Heiko und Ingo sind im Strafraum Killer“, sagte Trainer Mathias Kummer. Ein wenig Ergebniskosmetik betrieb der eingewechselte Benedikt Ruschmeier mit einem aus 20 Metern direkt verwandelten Freistoß zum 6:1 (79.). SuS-Torwart Matthias Wormuth schied mit Verdacht auf eine Muskelzerrung im Oberschenkel aus. Auch Mirko Nuhanovic war angeschlagen.

´FT Dützen: Wehmeyer; Sperlich, Raetz, Köhler, Brüggemann, Pütz, Neppert (70. Hundertmark), I. Dammasch, Dahlhoff (70. A. Werner), F. Werner, Versick (38. H. Dammasch).
´SuS Wulferdingsen: Wormuth (70. Ziegerick); Bäumer, Finke, Grothkopf, Keulertz, Prosser, Peters, Nuhanovic (55. Tschunke), Korte (76. Ruschmeier), Janzen, Miegel.
´Tore: 1:0 (47.) I. Dammasch, 2:0 (49.) H. Dammasch, 3:0 (50.) I. Dammasch, 4:0 (66.) H. Dammasch, 5:0 (73.) I. Dammasch, 6:0 (74.) H. Dammasch, 6:1 (79.) Ruschmeier, 7:1 (88.) H. Dammasch.

18.04.12 (NW) VON WOLFGANG DÖBBER UND JÜRGEN KRÜGER

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Der SuS Wulferdingsen verpasste mit einem 1:4 gegen den VfL Holsen vorerst den Anschluss an den Relegationsplatz elf und es sieht nicht danach aus, als würde sich daran heute etwas ändern, wenn die Hartmann Truppe um 19 Uhr in Dützen spielt.

Gegen Holsen kann man verlieren, keine Frage. Und doch steckt die Enttäuschung der 1:4-Niederlage vom vergangenen Sonntag wie ein Stachel in den Köpfen der Spieler vom SuS Wulferdingsen. Zeit bleibt kaum, diese offensichtliche Unterlegenheit zu verarbeiten, denn bereits heute Abend tritt die Mannschaft von Trainer Gerd Hartmann beim Nachholspiel in Dützen an. Die Partie vom 20. Spieltag war am Ostermontag ausgefallen, weil kein Schiedsrichter anwesend war. Inwieweit die „Wölfe“ verunsichert sind, wird sich also zeigen. Die starken Holsener hatten geduldig nach dem 0:1-Rückstand in der 6. Minute weiter gespielt, während sich die Hartmann-Truppe offenbar auf den knappen Vorsprung auszuruhen versuchte. Konsequenz war der Ausgleich zur Pause. Und als Carlos Carvalho in der 65. Minute die 2:1-Führung für Holsen erzielte, machte Hartmann hinten auf. Darauf schienen die Gäste nur gewartet zu haben, denn ihr Konterspiel war exzellent. Anstatt die Wende zu erreichen, kassierten die „Wölfe“ eine 1:4-Niederlage. Die Enttäuschung war nach dem Abpfiff riesengroß. „Ich kann auch nicht in die Köpfe meiner Spieler hineinsehen, aber so, wie sie gegen Holsen gespielt haben, kenne ich sie nicht“, sagt Hartmann. Es ist also durchaus möglich, dass die 1:4-Niederlage ein Ausreißer ist, der die Mannschaft heute Abend hoch-konzentriert und griffig zu Werke gehen lässt. Immerhin winkt der Abschied vom drittletzten Platz, der bereits bei einem Punktgewinn Realität wäre. Auf der anderen Seite werden die Dützener richtig Gas geben. Die Mannschaft von Trainer Mathias Kummer hat noch gute Chancen auf die Meisterschaft und würde Spitzenreiter Rödinghausen II bis auf einen Punkt auf den Pelz rücken. Viel wird davon abhängen, wie lange Wulferdingsen das Spiel offen halten kann.

 

16.04.12 (NW) Sie hatten sich so viel vorgenommen
Und dann verliert SuS Wulferdingsen mit 1:4 (1:1) gegen Holsen

VON JÜRGEN KRÜGER

Bad Oeynhausen-Wulferdingsen. Es fängt alles so gut an, doch am Ende wird es ein kleines Debakel: Fußball-Bezirksligist SuS Wulferdingsen verliert mit 1:4 (1:1) gegen den VfL Holsen und muss mehr denn je um den Klassenerhalt bangen.

Als Mirko Nuhanovic in der 6.Minute eine Flanke von Florian Miegel zum 1:0 einschiebt, sieht sich die Mannschaft offenbar schon auf der Siegerstraße. Doch der Schein trügt. Die Gastgeber überlassen den Holsenern immer mehr das Feld, und die Hintermannschaft beginnt zu schwimmen. Irgendwann hält sie dem Druck nicht mehr stand, und den Gästen gelingt mit einer Kopie des ersten Tores in der 43. Minute das 1:1-Unentschieden. René Budde nutzt eine Flanke und schiebt den Ball vorbei an Wulferdingsens Torwart Matthias Wormuth. Letzterer wird den schwer am Knie verletzten Sascha Kelle bis zum Saisonende vertreten.

In der 61. Minute nimmt Holsens Carlos Carvalho keine Rücksicht auf Wormuth, der sich außerhalb des Fünfmeter-Raumes aufhält, und setzt seinen Körper voll, aber regelkonform, ein. Das Tor ist leer und Carvalho bringt den Ball sicher unter.

„Danach haben wir sofort aufgemacht“, erklärt Wulferdingsens Trainer Gerd Hartmann. Mehr als zwei Chancen bringen seine Jungs aber nicht zustande. Der Preis für diese Offensive ist, dass Wulferdingsen anfällig für Konter wird. Und in diesem Bereich sind die Holsener brandgefährlich. Immer wieder sorgen sie mit Steilpässen für Gefahr, doch die Abwehr der „Wölfe“ arbeitet trotz der großen Räume besser als in der ersten Halbzeit. Kurz vor Ablauf der regulären Spielzeit bekommt Holsen an der Strafraumgrenze einen Freistoß zugesprochen, den Jan-Frederic Steinke wunderschön über die Drei-Mann-Mauer der Wulferdingsener in den Giebel zirkelt. Wormuth hat bei diesem Sonntagsschuss keine Chance. Das 4:1 für den Sieger fällt in der Nachspielzeit – ein Kontertor, abgeschlossen von Bennet Schröder.

Das Ergebnis fällt für Gerd Hartmann etwas zu hoch aus, die Niederlage selber erkennt der 46-Jährige aber an. „Meine Mannschaft hat heute nicht so gespielt, wie ich sie kenne. Das war nicht in Ordnung, und wir hätten einen Sieg auch nicht verdient gehabt. Und eines ist klar: Mit dieser Leistung reicht es nicht für die Bezirksliga“, sagt Hartmannn

SuS Wulferdingsen: Wormuth; Bäumer, Finke (46. Habbe), Grothkopf, Peters, Korte, Prosser (70. Zurheide), Keulertz, Jansen, Miegel (65. Zschunke).
VfL Holsen: Rürup; Schulze, Steinke, Thaus, Wüllner (71. Hanke), Schröder, Fischer, Schendzielorz, Carvalho (81. Klei), Budde (67. Khaled), Siebers.
Tore: 1:0 (6.) Nuhanovic, 1:1 (43.) Budde, 1:2 (76.) Carvalho, 1:3 (88.) Steinke, 1:4 (90. + 3) Schröder.

11.04.12 (NW) Nulldiät am Ostermontag

SuS-Torwart Sascha Kelle erlitt am Samstag schwere Prellung
VON WOLFGANG DÖBBER

Blickpunkt F u ß b a l l

Bad Oeynhausen. Nulldiät am Ostermontag für zwei Fußball-Bezirksligisten der Stadt: Der TuS Lohe blieb nach dem 0:1 gegen Rot-Weiß Kirchlengern auch im sechsten Spiel in Folge sieglos und der FC Bad Oeynhausen II ist auswärts einfach zu ungefährlich. 0:1 ging das Spiel beim TuS Petershagen/Ovenstädt verloren. Der SuS Wulferdingsen wurde beim 0:3 am Samstag in Kirchlengern hingegen unter Wert geschlagen – und am Ostermontag fiel das „Wölfe“-Spiel in Dützen aus: Kein Schiedsrichter da!

Trainer Gerd Hartmann wartete mit seiner Mannschaft die turnusgemäßen 45 Minuten, ebenso der gastgebende Klub. In Dützen, und sie warteten geduldig auf einen Unparteiischen. Der angesetzte Unparteiische aus Lippe kam nicht, und dann einigten sich beide Parteien darauf: Das Spiel fällt aus. Am Samstag hingegen spielten die „Wölfe“, und das trotz des 0:3 in Kirchlengern, gar nicht mal schlecht. „Selbst RWK-Trainer Peter Rottmann kam zu mir und sagte in der Pause, wir hätten super gespielt. Er zollte uns Anerkennung“, sagt Hartmann. Nur vergaßen die Wulferdingsener das Toreschießen: Florian Miegel hatte eine große Chance zur Führung und Mirko Nuhanovic wurde kurze Zeit später im Sechzehner gelegt. Die Pfeife des Schiris blieb aber stumm.

Zu allem Unglück sah Stürmer Florian Miegel nach einer guten halben Stunde noch die Ampelkarte, und die „Wölfe“ waren nur noch zu Zehnt! Ein Doppelschlag führte schließlich zum 2:0 für den Favoriten. „Aber vor dem 1:0 übersieht der Schiedsrichter ein klares Handspiel im Kirchlengeraner Strafraum, und in der Aufregung nach dem für uns irregulären Treffer legt Kirchlengern gleich das 2:0 nach“, sagt Gerd Hartmann verärgert zu den schlimmen 60 Sekunden mit zwei Gegentoren. Dennoch: Auch in Unterzahl fuhr der SuS nach der Pause den ein oder anderen Konter und erzielte dann durch Michael Prosser den 1:2-Anschlusstreffer. Alle jubelten, nur der Schiedsrichter wollte Abseits gesehen haben. Prosser schwörte Stein auf Bein, dass weder er noch Nuhanovic im Abseits gestanden hätten.

Es sollte alles gegen den SuS Wulferdingsen laufen: Auch Torwart Sascha Kelle bekam was ab. Mit Verdacht auf Wadenbeinbruch wurde er ins Krankenhaus eingeliefert, für ihn musste Thomas Peters ins Tor. Hartmann erfuhr einen Tag später, dass es sich „nur“ um eine schwere Prellung und einen Muskelfaserriss handelte. Ein schwarzer Samstag für den SuS. Es droht eine lange Pause für Sascha Kelle.

10.04.12 (NW) SuS schwächt sich in Kirchlengern selbst
´RW Kirchlengern – SuS Wulferdingsen 3:0 (2:0).

Trotz 75-minütiger Überzahl wahrte der FC RW Kirchlengern am Samstag nur mit viel Mühe seine Chancen, mit der Tabellenspitze der Fußball-Bezirksliga Schritt zu halten. Im Nachholspiel gegen SuS Wulferdingsen gelang ein glanzloser 3:0 (2:0)-Sieg. „Ein gutes Pferd springt nun mal nicht höher als es muss“, sagte Peter Rottmann nach der Partie, die seine Elf mit einer wenig überzeugenden Leistung gewonnen hatte. Spiel entscheidend waren einige wenige Szenen vor der Halbzeitpause. Gästespieler Florian Miegel musste nach einem Foulspiel an Simon Thelen bereits in der 28. Minute das Feld mit einer gelb-roten Karte verlassen. Bei seiner ersten Verwarnung war Miegel nach einer Behandlung an der Seitenlinie zu früh wieder auf das Spielfeld gelaufen.

Durch die neue personelle Verteilung fand Kirchlengern besser ins Spiel, das Wulferdingsen bis dahin kontrolliert hatte. Und durch einen Doppelschlag von Süleyman Kaymak war die Begegnung schon vor der Pause zugunsten der Gastgeber entschieden. Zum Führungstor brauchte Kaymak nach guter Vorlage von Sven Sebastian nur noch ins leere Gehäuse einzuschieben (38.), nur Sekunden später umkurvte der 21-Jährige Gästekeeper Sascha Kelle und markierte das 2:0 (39.).

Für Kelle war das Spiel kurz danach beendet. Bei einem Freistoß aus dem Halbfeld stieß er mit Tolga Süme zusammen und verletzte sich am Knie. Da die Gäste keinen Ersatztorwart auf der Bank hatten, zog sich Kapitän Thomas Peters das Trikot über und ersetzte Kelle, der mit dem Krankenwagen abgeholt werden musste.

Die ohnehin schon ereignisarme Partie kam in der zweiten Halbzeit fast ohne Torchancen aus, von der Überzahl des RWK war kaum etwas zu merken. Die Gäste spielten weiter engagiert und gerieten nicht wirklich in Gefahr. Sebastian erhöhte zwar nach einer Flanke von Christian Garbisch per Kopf noch auf 3:0 (74.), doch Rottmann war mit der Art und Weise des Sieges keineswegs zufrieden. „Es war eine wirklich schwache Leistung. Wenn sich Wulferdingsen nicht selbst geschwächt hätte, dann wäre es ganz eng für uns geworden“, sah der Trainer noch viel Luft nach oben.

RW Kirchlengern: Heithölter; Buchholz, Brkovic, S. Thelen (78. Kollmeier), Süme (72. Garbisch), Stelzner, M. Trampe, M. Thelen, Kaymak, Sebastian, Chr. Trampe.
SuS Wulferdingsen: Kelle (46. Habbe); Bäumer, Finke, Prosser, Peters, Miegel, Nuhanovic (65. Heim), Grothkopf, Korte, Meier, Keulertz (76. Zschunke).
Tore: 1:0 (39.) Kaymak, 2:0 (40.) Kaymak, 3:0 (74.) Sebastian.



Ostermontag

´FT Dützen – SuS Wulferdingsen ausgefallen. Die Fußball-Bezirksliga-Begegnung zwischen der FT Dützen und SuS Wulferdingsen wurde gestern kurzfristig abgesagt. „Der angesetzte Schiedsrichter ist nicht gekommen“, erklärte FTD-Coach Mathias Kummer. „Wir haben die turnusgemäßen 45 Minuten gewartet und ihn auch telefonisch nicht erreicht“, sagte Kummer. Er hofft, dass dem Schiedsrichter nichts passiert ist.

Die Dützener bemühten sich anschließend noch vergeblich um einen Ersatzmann. „Leider haben wir aber niemanden mehr gefunden. Schade, denn es waren eine Menge Zuschauer am Platz“, sagte Kummer. Die Begegnung wird nun am 18. April um 19 Uhr nachgeholt.

04.04.12 (NW) SuS Wulferdingsen sammelt fleißig Punkte

Rauf auf Platz 13 / Lohe schwächelt
VON WOLFGANG DÖBBER

Blickpunkt F u ß b a l l
Bad Oeynhausen. Wenn’s läuft, läuft’s: Der SuS Wulferdingsen sammelt weiter fleißig Punkte, das 1:0 gegen den VfL Herford war der dritte Sieg im dritten Spiel 2012. Spiegelverkehrt die Bilanz der Loher – drei Niederlagen am Stück haben die gemütliche Ruhe auf der Lohe momentan verscheucht. Das 1:3 beim Vorletzten Preußen Espelkamp II war bitter.
Wunderbares Wulferdingsen: Im vergangenen Jahr behielten sie im Herbst die Ruhe, als es überhaupt nicht lief und der SuS mit sechs Pünktchen am Tabellenende herumkrebste. Dann kam der 13. November, ein 1:4 in Tengern II. Das war die letzte Niederlage des SuS. Jahresübergreifend sammelte die Hartmann-Elf vier Siege und ein Remis (ein 0:0 beim FCO II) bei 10:2 Toren. Ein Spiel in Kirchlengern fiel aus und wird am Ostersamstag nachgeholt. Und nun das: Mit einem einfachen 1:0-Sieg würde der Aufsteiger zum ersten Mal seit Monaten die direkten Abstiegsplätze verlassen (Platz 11 spielt Relegation, erst Platz 10 ist bombensicher). Auch das Torverhältnis (28:33) von nur minus fünf ist das zweitbeste ab Platz acht abwärts. Lohn für solide, ehrliche und leise Arbeit. Gegen Herford war es beim 1:0-Erfolg in der ersten Halbzeit richtig gut mit vielen Chancen, dann kamen die Gäste auf. Gerd Hartmann resümiert: „Nach der Pause wurde der Gast stärker. Wir sind nicht mehr so gut nach vorne gekommen. Die gelb-rote karte gegen Johann Janzen war berechtigt, ein Foul plus eine Schwalbe. Aber trotzdem hatte der VfL auch nur zwei echte Chancen, mehr haben wir nicht zugelassen.“ Hartmann ließ wieder mit drei „Sechsern“ (Prosser, Bäumer, Korte) im Verbund vor der Viererkette (Habbe, Finke, Peters, Grothkopf) spielen, auf der „Zehn“ zog Martin Keulertz die Fäden. Vorne sorgten Mirko Nuhanovic und Johann Janzen für Druck. Nuhanovic hat unterdessen wieder Spaß am Toreschießen. 2012 traf er in jedem Spiel je einmal, gegen den VfL knipste er den Sieg. "Ein weiteres Tor hätte er aber machen müssen", fügte Gerd Hartmann an - leise, versteht sich. Dennoch: „Mirko ist gut drauf“, schließt Hartmann.

02.04.12 (NW) Ein Biss der „Wölfe“ reicht aus
SuS Wulferdingsen gewinnt mit 1:0 gegen VfL Herford

VON DIRK KRÖGER

Bad Oeynhausen. Der VfL Herford versinkt mehr und mehr im Abstiegskampf der F u ß b a l l -Bezirksliga – aber die Mannschaft bewies gestern trotz der 0:1 (0:1)-Niederlage beim SuS Wulferdingsen, dass sie noch lebt. Trotz einer kämpferisch guten Leistung allerdings fiel sie durch die dritte Niederlage in Folge auf Relegationsplatz elf zurück und musste zudem mit ansehen, wie nahezu alle Konkurrenten im Abstiefskampf ihre Spiele gewannen.

Aus Herforder Sicht positiv dürfte vor dem Anpfiff in Wulferdingsen gewesen sein, dass immerhin 17 Spieler zur Verfügung standen. Die aber hatten zunächst arge Probleme mit Platz und Gegner und hätten zur Pause höher zurück liegen können, weil sich die „Wölfe“ eine Reihe guter Chancen erspielten. So hatte Jannik Korte schon in der 13. Minute die Führung auf dem Fuß, als er nach einem Eckstoß den Ball aus drei Metern volley über das Herforder Tor jagte. Martin Keulertz (17., scheitert an Alexander Fischer) und zweimal Mirko Nuhanovic (24., schießt völlig freistehend vorbei; 36., schießt über rechts kommend aus vollem Lauf knapp neben das VfL-Tor) hätten schon früh für klare Verhältnisse sorgen können. Und dann fiel doch noch vor der Pause die längst verdiente Führung der „Wölfe“, als Nuhanovic in der 43. Minute VfL-Torhüter Alexander Fischer mit einem Lupfer gekonnt ausspielte und den Ball dann ins Tor köpfte. Auf der Gegenseite gab es nur eine Möglichkeit für die Gäste, als Ali Görler den Ball ans Außennetz schoss.

Irgendwie hatte Wulferdingsen damit aber auch schon sein Pulver verschossen. Zwar gab es nach der Pause noch eine Möglichkeit durch Thomas Peters (51. Minute), aber dann übernahm mehr und mehr der Gast das Kommando – was erst recht galt, als Johann Janzen nach genau einer Stunde Spielzeit und einer „Schwalbe“ per gelb-roter Karte des Feldes verwiesen wurde. „Am Ende war es ein Zittersieg“, gab auch Wulferdingsens Trainer Gerd Hartmann zu. „Vorn fehlt uns die Zielstrebigkeit“, ärgerte sich VfL-Coach Birol Arapi, der gute Möglichkeiten durch Ali Jaber (54. Minute) und zweimal Caglayan Bedir (75. und 80.) beobachtete. Zum Punktgewinn reichte es für die Gäste nicht, obwohl die – so Hartmann – „von der spielerischen Anlage her besser“ waren.

SuS Wulferdingsen: Kelle; Bäumer, Habbe (80. Zurheide), Grothkopf, Finke, Prosser (89. Heim), Korte, Peters, Nuhanovic, Keulertz (73. Miegel), Janzen.
VfL Herford: Fischer; Tokmak, Berktas (73. Cavus), Görler (64. Nahmet), Karaarslan, E. Colak (85. Ceylan), F. Colak, Gerke, Jaber, Er, Bedir.
Tor: 1:0 (43.) Nuhanovic.
Gelb-rote Karte: Janzen (60.).

26.03.12 (NW) „Wölfe“ etwas bissiger
TuS Lohe – SuS Wulferdingsen 1:2 (1:1)

VON JÜRGEN KRÜGER

Bad Oeynhausen-Lohe. Spielerisch betrachtet war es kein Hochgenuss, dafür aber stets spannend. Das Derby in der Fußball-Bezirksliga zwischen dem TuS Lohe und SuS Wulferdingsen interessierte gut zweihundert Zuschauer und endete mit einem 2:1 (1:1)-Erfolg der Gäste.

„Die Niederlage ist verdient“, konstatiert Lohes Trainer Lars Thielking nach Spielschluss. „Wir haben zu wenig investiert und Wulferdingsen hatte bei Kopfbällen die Nase vorn.“ Das ist nicht ganz unbedeutend, denn der tiefe Rasenplatz lässt ein Kurzpassspiel nicht zu, weshalb beide Mannschaften mit langen Bällen operieren. Mit zunehmender Spieldauer wird aus dieser Begegnung ein reines Kampfspiel, das aber stets in fairen Bahnen verläuft. Beide Mannschaften erarbeiten sich kleinere Möglichkeiten, und es dauert bis zur 40. Minute, bis der erste Jubel zu vernehmen ist. Lohes Emrah Bingöl spielt einen genialen Pass auf den durchstartenden Manuel Hejlek. Der setzt sich schön auf der rechten Außenbahn durch, flankt und findet mit Nils Baumann den Vollstrecker, der goldrichtig am langen Pfosten steht. Und während sich die Loher offensichtlich schon auf die Halbzeitpause freuen, hält Wulferdingsens Robin Grothkopf mit dem Pausenpfiff seinen Kopf hin und verwertet die Flanke von Michael Prosser zum 1:1. Der gute Schiedsrichter Andreas Grandt pfeift gar nicht erst wieder an. „So eine Halbzeit dauert nunmal 45 Minuten. Da müssen wir bis zum Abpfiff konzentriert sein“, schimpft Thielking, den der Ausgleich richtig stört.

In der zweiten Halbzeit beackern sich beide Teams genauso weiter. Und wie aus heiterem Himmel fällt in der 60. Minute das 2:1 für Wulferdingsen, als Mirko Nuhanovic eine Flanke von rechts genüsslich einschiebt. Lohe hat danach zwei gute Möglichkeiten, zumindest noch den Ausgleich zu erzielen. Lars Baumann setzt in der 75. Minute einen Fernschuss allerdings über das Tor und sein Kopfball in der 82. Minute nach Eckball Bingöl huscht über die Latte. „Für mich wird es immer gefährlich, wenn Lars Baumann den Ball hat“, lobt Wulferdingsen Trainer Gerd Hartmann, freut sich aber genauso über die beiden Punkte, „die wir sicherlich besser gebrauchen können als Lohe“. Frank Zurheide hat dann in der 90. Minute sogar die Möglichkeit, auf 3:1 zu erhöhen, doch er scheitert blank stehend von halbrechts.

TuS Lohe: Erdbrügger; Felde, Tölkemeier, Dorn (46. Behr), Schöbel (67. Weber), Flachmeier (81. Abdallah), Vodola, Bingöl, Hejlek, Baumann, Stühmeier.
SuS Wulferdingsen: Kelle; Meier, Finke, Grothkopf (80. Zurheide), Peters, Korte, Prosser (70. Migel), Bäumer, Heim (46. Keulertz), Nuhanovic, Jansen.
Tore: 1:0 (40.) Baumann, 1:1 (45.) Grothkopf, 1:2 (60.) Nuhanovic

 

24.03.12 (NW)

21.03.12 (NW) Geduldig gewartet
FCO II rauf auf acht, Lohe bleibt Vierter, die „Wölfe“ mit Biss

VON WOLFGANG DÖBBER

Blickpunkt F u ß b a l l

Bad Oeynhausen. Geht doch, SuS Wulferdingsen! Der 3:1-Heimsieg gegen den TuS Petershagen-Ovenstädt verbesserte zwar nicht den Tabellenplatz 14 des Fußball-Bezirksligisten, wohl aber die kleine Hoffnung auf eine „Mission Impossible“ in Sachen Klassenerhalt

Geduldiger SuS Wulferdingsen: Den entscheidenden Konter setzen mit Johann Janzen, Michael Prosser und dem startenden Frank Zurheide. Das gelang den „Wölfen“ beim 3:1 gegen Petershagen-Ovenstädt kurz vor Schluss, und das sah in einem Spiel auf des Messers Schneide richtig gut aus. Der dritte Saisonsieg hatte viele Väter: Torwart Sascha Kelle, den agilen und zweikampfstarken Jannik Korte, den schnellen Johann Janzen, und den sicheren „Kettenspieler“ Alexander Bäumer. Trainer Gerd Hartmann freute sich: „Im Gegensatz zu den Freundschaftsspielen haben wir defensiv nicht so viel zugelassen, nur ein-, zweimal nicht gut ausgesehen. Das späte 3:1 hat der Partie dann die Luft rausgenommen. Ohne durchzuatmen müssen die „Wölfe“, 13 Punkte auf dem Konto und ein schweres Nachholspiel in Kirchlengern noch vor der Brust am kommenden Sonntag auf der Lohe weitersiegen.

19.03.12 (NW) Die entscheidenden Nadelstiche gesetzt
Der SuS Wulferdingsen besiegt den TuS Petershagen-Ovenstädt mit 3:1


Bad Oeynhausen-Wulferdingsen (wol). Mit Leidenschaft und Biss haben sich die „Wölfe“ erfolgreich im Fußballjahr 2012 angemeldet und den Fans einen packenden Fight geboten: Der Fußball-Bezirksligist SuS Wulferdingsen verdiente sich den 3:1 (1:1)-Heimsieg gegen die in der Offensive starken, aber teilweise unkonzentrierten Gäste des TuS Petershagen-Ovenstädt durch eine geschlossene Mannschaftsleistung.

Der SuS darf nun mit 13 Punkten wieder etwas hoffnungsvoller in die Zukunft blicken, konnte sich zudem bei dem in der zweiten Halbzeit mehrfach glänzend parierenden Torwart Sascha Kelle bedanken, dass der TuSPO nicht zum 2:2 ausglich. Trainer Gerd Hartmann hatte ein goldenes Händchen mitgebracht: Der Top-Tor-Joker Frank Zurheide stach erneut, erzielte mit einem astreinen Linksschuss das entscheidende 3:1 in der 86. Minute. Die „Wölfe“ beißen wieder.

Gerd Hartmann wollte den Sieg aber nicht zu hoch hängen: „Spielerisch war das nicht immer das Gelbe vom Ei, aber wir hatten schon in der ersten Halbzeit die besseren Chancen, auch wenn Petershagen mehr Spielanteile besaß. In der zweiten Halbzeit haben wir dann auch die entscheidenden Nadelstiche gesetzt. Und Defensiv – dafür muss ich heute mal die Mannschaft loben – standen wir sehr gut.“

In der ersten Halbzeit hatten die „Wölfe“-Fans den ersten Torschrei schon bei einer Chance des starken Alexander Bäumer auf den Lippen, der sich jedoch alleine vor Torwart Marc Cholewa nicht durchsetzen konnte. Auch Mirko Nuhanovic hatte eine gute Chance zum 1:0. Seinen Treffer erzielte Nuhanovic dann in der 39. Minute, als er per Kopfball zum 1:0 traf. Der Jubel verebbte schon 60 Sekunden später, als Nuri Cakmak zum 1:1 egalisierte

Nach der Pause wurde das Duell leidenschaftlich, packend und es gab die entsprechenden Torszenen. Nachdem der aufmerksame Michael Prosser (Note 2) einen Freistoß zum 2:1 in die Maschen schoss (53.), antwortete der Gast wütend: Kwaku-Duah zwang Kelle zu einer Glanzparade. Dann scheiterte Johann Janzen am linken Pfosten. Spannung pur: Bis Zurheide zum 3:1 traf.

SuS Wulferdingsen: Kelle; Finke, Grothkopf, Heim (70. Zurheide), Bäumer, Prosser, Ruschmeier (57. F. Habbe), Korte, Nuhanovic (85. Miegel), Janzen, Meier.

TuS Petershagen-Ovenstädt: Cholewa; Wulf, Hopp, Kruse (67. Mejri), Dinkelborg, Keller (65. M. Cakmak), Lohans, Niemann, Damke, N. Cakmak, Kwaku-Duah.

Tore: 1:0 (39.) Nuhanovoic, 1:1 (40.) N. Cakmak, 2:1 (53.) Prosser, 3:1 (86.) Zurheide.

 

14.12.11 (NW) Magerkost beim Derby
VON WOLFGANG DÖBBER

Blickpunkt F u ß b a l l

Note Vier minus für das 0:0 im Derby zwischen dem FC Bad Oeynhausen II und SuS Wulferdingsen: Die Wulferdingsener konnten mit dem Punkt gut leben. Die „Wölfe“ blieben nämlich zum zweiten Mal in Folge ohne Gegentor und haben jetzt immerhin zehn Punkte. Das Auswärtsspiel in Kirchlengern am kommenden Sonntag (4. Advent) dürfte bei weiteren Regenfällen wohl ausfallen. Trainer Gerd Hartmann hatte Martin Keulertz direkt hinter die einzige Spitze Johann Janzen beordert. FCO-II-Trainer Holm Hebestreit lobte den Schachzug: „Das klappte bei denen in der ersten Halbzeit ganz gut, lange Bälle nach vorne, und ,Keule’ legte dann mit seinem Gardemaß auf die Spitze vor.“ Später aber hatte der FCO II das besser im Griff. Trainer Holm Hebestreit war wenig angetan von dem 0:0 und sieht die Spiele gegen die „Wölfe“ augenzwinkernd unter keinem guten Stern: „Schon das Hinspiel hatte die Note 6 minus, am Sonntag war das eine 4 minus, diese Spiele haben wohl eine ganz schlechte Aura. Wir haben versucht, mit nur einem Ballkontakt das Spiel schnell zu machen, aber das war bei dem schlechten Rasen im Stadion nicht möglich.“ Mitte der zweiten Halbzeit brachte Hebestreit Yannik Schling, der zuletzt in Top-Form war. „Yannik war Sonntag bis zum Nachmittag bei seinem Arbeitgeber noch Weihnachtsbäume schleppen, deshalb kam er später. Ich habe ihn nur kurz anschwitzen lassen und dann sofort gebracht“, sagte der Coach über die Maßnahme. Da aber der FCO II offensiv zu oft die falschen Maßnahmen unternahm, blieb es bei der Magerkost. „Wir haben aber den Abstand zu Wulferdingsen mit zehn Punkten gehalten, und zwischen dem 1:5 gegen SVKT und dem 0:0 wirklich sehr ordentliche Heimspiele geboten“, lobte Hebestreit rückblickend. Zur Belohnung geht es am kommenden Sonntag zur Weihnachtsfeier ins New Orleans.

12.12.11 (NW) Ein trostloser Kick
Nulldiät zwischen dem FCO II und SuS Wulferdingsen

VON RALF BUCHHOLZ

Bad Oeynhausen. In einem über weite Strecken schwachen Nachbarschafts-Derby der Fußball-Bezirksliga trennten sich die Zweitvertretung des FC Bad Oeynhausen und der SuS Wulferdingsen mit einem torlosen Unentschieden. Während die Hausherren bei nun mehr 20 Punkten eine positive Zwischenbilanz zogen, sind die bisher erreichten 10 Zähler für die „Wölfe“ und ein damit verbundener 14. Tabellenplatz eindeutig zu wenig.

Über die gezeigten Leistungen ihrer Schützlinge während der gut 94 Spielminuten waren sich die beiden Übungsleiter am Ende dann ziemlich einig. Während Gäste-Coach Gerd Hartmann von „Hauruck-Fußball“ sprach, analysierte es FCO II-Trainer Holm-Holger Hebestreit etwas vorsichtiger: „Wir konnten besonders in der Offensive nicht an die guten Leistungen der Vorwochen anknüpfen.“

Das Derby begann verheißungsvoll. Nach wenigen Sekunden wäre FCO–Angreifer Benedikt Schlomann um ein Haar der Nutznießer einer groben Unachtsamkeit in der „Wölfe“-Defensive gewesen; doch er schoss freistehend neben das Tor. Michael Prosser hatte die erste Gäste-Chance mit einem Distanzschuss (9.). Zwei Minuten später köpfte André Zschunke nach prächtiger Vorarbeit von Jannik Korte in die Arme von FCO-Schlussmann Florian Bernau. In der 18. Minute war es erneut Schlomann der SuS-Torhüter Sascha Kelle mit einem Geschoss aus dem Hinterhalt prüfte. Mitte des ersten Durchgangs verflachte die Partie dann zusehends. Kämpferisch boten zwar alle Akteure eine überzeugende Leistung aber spielerisch blieben so einige Wünsche offen. Die Hartmann-Elf hatte mehr Ballbesitz, konnte hieraus jedoch kaum Kapital schlagen. Bei einem Distanzschuss von Mirko Nuhanovic reagiert Torhüter Bernau erstklassig.

Waren die ersten 45 Minuten noch einigermaßen akzeptabel, waren die Leistungen in Halbzeit zwei schwer verdauliche Kost. Das Bemühen war jedem deutlich anzumerken, doch in der Umsetzung haperte es an allen Ecken und Enden. Kaum einmal gelang es einem der Teams die Lederkugel länger als 20 Sekunden in den eigenen Reihen zu halten. Schnell wurde es dem Betrachter klar, dass diese Partie höchstwahrscheinlich nur durch eine Zufallsproduktion entschieden werden würde. Doch dazu standen beide Mannschaften in der Defensive zu kompakt und ließen nicht eine ernsthafte Torgelegenheit mehr zu. In der 94. Minute hatte das trostlose Treiben dann ein Ende und beide Seiten waren mit dem einen Zähler gut zufrieden. Hebestreit kommentierte abschließend: „ Wir sind uns heute teilweise selbst im Wege gestanden und hatten einen Sieg auch nicht verdient. Uns ist zwar erneut kein Derbysieg gelungen aber wir können mit 20 Zählern sehr zufrieden sein. Hartmann bilanzierte: „ Kämpferisch war das OK, aber wir haben zu viele lange Bälle gespielt.“

FC Bad Oeynhausen II: Bernau; Zöckler, E. Arduc, Korbmacher, H. Stegen, Klassen (74. K. Arduc), Vahle, Gonzalez, Ochs, Weber, (71. Schling), Schlomann (87. P. Stegen).
SuS Wulferdingsen: Kelle; Bäumer, Finke, Grothkopf, Habbe, Korte, Keulertz, Prosser (69. Ruschmeier), Nuhanovic (76. Zurheide), Zschunke (69. Laufer), Janzen.

 

28.11.11 (NW) Selbstvertrauen ist wieder da
SuS Wulferdingsen – Preußen Espelkamp II 4:0

VON WOLFGANG DÖBBER

Bad Oeynhausen-Wulferdingsen. Als der „Wolf“ Max Meier mit einem Bänderriss vom Platz humpelte, da war die Partie mit einer 4:0-Führung längst durch. Am Ende hatte der Fußball-Bezirksligist SuS Wulferdingsen mit einem ungefährdeten 4:0 (3:0) gegen den FC Preußen Espelkamp II die Rote Laterne abgegeben.

Nicht unerwähnt bleiben sollte jedoch, dass die Gäste ohne Auswechselspieler angereist waren. Dennoch, der Grundstein zum zweiten Sieg in der Liga überhaupt nach dem Startsieg gegen den FC Bad Oeynhausen II wurde bereits früh gelegt. In der vierten Minute eröffnete Martin Keulertz nach Vorlage des emsigen Mirko Nuhanovic den Torreigen, als er volley zum 1:0 einschoss. Das Tor des Tages glückte in der 11. Minute Stürmer Florian Miegel, als er aus 20 Metern volley in den Winkel zum 2:0 traf. Mirko Nuhanovic krönte seine gute Leistung in der ersten Halbzeit mit dem 3:0 nach einer halben Stunde. Endlich hatten die „Wölfe“ nach dem aggressiven Beginn eine beruhigende Führung im Rücken. Sie konnten sich vor der Pause gleich zwei Mal bei Torwart Matthias Wormuth bedanken, der aus kurzer Distanz und bei dem folgenden Nachschuss gegen Jan Hiller auf der Hut war.

Da unmittelbar nach der Pause Johann Janzen einen Foulelfmeter (an ihm verschuldet, als er im Strafraum umgerempelt wurde) sicher zum 4:0 versenkte, konnten die Gastgeber ein wenig das Tempo rausnehmen, auch wenn sie am Ende wieder zu einigen Großchancen kamen. Wormuth entschärfte in der 75. Minute einen Foulelfmeter von Jan Hiller in hervorragender Manier.

Trainer Gerd Hartmann freute sich kurz: „Endlich haben wir bis auf wenige Ausnahmen auch defensiv gut gestanden, ausnahmsweise hebe ich heute mal einen Spieler raus: Eine klasse Partie von Jannik Korte.“

SuS Wulferdingsen: Wormuth; F. Habbe, Meier (51. Bäumer), Keulertz (71. Peters), Finke, Grothkopf, Prosser, Korte, Nuhanovic, Miegel, Janzen (63. Zurheide).
Preußen Espelkamp II: Bemus; E. Fritz, De. Fritz, Schmidt, Da. Fritz, Papken, Müller, Dück, Hiller, Boinski, Wessel.
Tore: 1:0 (4.) Keulertz, 2:0 (11.) Miegel, 3:0 (30.) Nuhanovic, 4:0 (50.) Janzen (Foulelfmeter).
Besonderes Vorkommnis: Wormuth hält Foulelfmeter von Hiller (75.).

23.11.11 (NW) Blickpunkt F u ß b a l l

Der zweite Sieg überhaupt muss dem Schlusslicht SuS Wulferdingsen (sechs Zähler) am Sonntag gegen den Tabellendreizehnten FC Preußen Espelkamp II (neun Punkte bei 11:29 Toren) glücken. Die Gäste sind schlagbar, hatten zuletzt meistens nur einen Auswechselspieler dabei. Durch ein spätes 4:2 gegen Bünde überholte der FCPE II die „Wölfe“ in der Tabelle. Mit einem „Dreier“ im Loch gegen Espelkamp II würde die Hartmann-Elf an ihnen vorbeiziehen. Hartmann sieht der Aufgabe gelassen entgegen: „Wir lassen uns auch weiterhin nicht verrückt machen, und wollen da unten raus kommen. Zuletzt in Tengern II beim 1:4 hat es zwischen Defensive und Offensive wieder ein Ungleichgewicht gegeben: Wir lassen vorne die Chancen liegen und schenken hinten dem Gegner die Tore.“ Bis auf Max Meier (Leistenprobleme) sind alle Wölfe fit.

 

14.11.11 (NW) Am Tabellenende angekommen
SuS Wulferdingsen verliert beim TuS Tengern II mit 1:4


Tengern/Bad Oeynhausen (wol). Der Fußball-Bezirksligist SuS Wulferdingsen kann nach der 1:4 (0:2)-Auswärtsniederlage beim TuS Tengern II das Feld nun von hinten aufrollen. Da der nächste Gegner Preußen Espelkamp II den Bünder SV bezwang, stürzte die Hartmann-Elf nach der neunten Niederlage auf den letzten Platz. Die Laune verhageln lassen wollte sich der Trainer dennoch nicht, dafür waren die „Wölfe“ in einigen Phasen des Spiels durchaus präsent und zeigten den nötigen Biss. Nur die Tore zum rechten Zeitpunkt erzielten sie nicht: Teilweise Pech, teilweise scheiterten sie aber auch kläglich.

Trainer Gerd Hartmann resümierte: „Wir haben ganz ordentlich angefangen, aber zu einfache Fehler in der Defensive haben uns früh wieder in Rückstand gebracht. Mirko Nihanovic hatte in der 14. Minute das 1:1 auf dem Fuß, aber aus drei Metern vergibt er dann kläglich. Johann Janzen dagegen hatte einfach nur Pech, als er den Ball zum vermeintlichen 1:1 über die Linie drückte. Dabei hatten sich der Torwart des TuS und ein Abwehrspieler behindert, Janzen profitierte davon. Der Schiedsrichter hatte es aber anders gesehen.“ Wulferdingsen zeigte nach dem frühen 0:1 aus der fünften Minute Trotz und kam zu genannten Chancen. Mit dem 2:0 aus der 32. Minute jedoch war die Luft wieder raus, in der Folgezeit ließen sich die „Wölfe“ hängen und hätten höher als nur mit 0:2 in die Kabine gehen können. Der eingewechselte Florian Miegel brachte den SuS in der 54. Minute auf 1:2 heran, erneut drückten die „Wölfe“ Tengern II zurück. Doch zwei Latten-Treffer von Janzen und Nuhanovic zeugten von fehlendem Glück. Dann fiel das 3:1 in der 65. Minute „wie aus dem Nichts“ (Hartmann) und danach war es schwer, wieder zurück ins Spiel zu finden. Andre von der Ahe erzielte per Konter das 4:1 (87.).

TuS Tengern II: Lömker; Schlüter, Schnake, Hamel, Celik (68. Brockmeier), von der Ahe, Gerfen, Kropp, Korff, Grätz, T. Bajohr (88. Gessat).
SuS Wulferdingsen: Wormuth; Bäumer, Peters, Nuhanovic, Janzen, Prosser, Grothkopf (84. Beckmann), Heim (46. Miegel), Korte, Keulertz, Ruschmeier (74. Pasold).
Tore: 1:0 (4.) von der Ahe, 2:0 (31.) Kropp, 2:1 (59.) Miegel, 3:1 (72.) Hamel, 4:1 (86.) von der Ahe.

09.11.11 (NW)„Wölfe“ schauen nicht auf die Tabelle
VON WOLFGANG DÖBBER

Blickpunkt F u ß b a l l

Bad Oeynhausen. Der TuS Lohe war der Gewinner des 12. Spieltages in der Fußball-Bezirksliga: Mit einem 5:2-Erfolg beim TSV Schötmar überholte die Thielking-Elf die FT Dützen (patzten daheim mit 1:4 gegen Tengern II) und rangiert mit 27 Punkten auf Platz 2. Zu erwarten war die 0:4-Niederlage des FC Bad Oeynhausen II beim SV Rödinghausen II, während der SuS Wulferdingsen nach dem 2:3 in Bünde nicht mehr auf die Tabelle schaut. Die „Wölfe“ sind Vorletzter.Die 2:3-Niederlage in Bünde am vergangenen Freitag beförderte den SuS Wulferdingsen mit sechs Punkten auf den vorletzten Tabellen-Platz. Schlusslicht FC Preußen Espelkamp II hat ebenso sechs Zähler. Frotheim zog mit einem 3:0 gegen Preußen mit acht Punkten an den beiden Teams vorbei. „Wir schauen ohnehin nicht mehr auf die Tabelle. Wir müssen zusehen, dass wir wieder ordentlich Fußball spielen. Das haben wir in Bünde phasenweise nur in der ersten Halbzeit gemacht“, sagte SuS-Trainer Gerd Hartmann ruhig. Johann Janzen und Frank Zurheide: Ihre jeweils sechs Tore reichen bisher nicht für eine bessere Platzierung.

Auch andere müssen nun in die Bresche springen und knipsen. Spieler wie Mirco Nuhanovic und Max Meier. Beide sind exzellente Fußballer, müssen aber noch mehr Leistung rauskitzeln und natürlich nach Verletzungsphasen wieder die alte Form finden. Am kommenden Sonntag hängen die Trauben wieder hoch für die „Wölfe“, beim Tabellensechsten TuS Tengern II. Fast ein Heimspiel für Gerd Hartmann. Lass die „Wölfe“ zuschnappen!

 

05.11.11 (NW) Wormuth verhindert Schlimmeres
Der SuS Wulferdingsen verliert in Bünde mit 2:3

VON WOLFGANG DÖBBER

Bünde/Bad Oeynhausen. Der Negativ-Trend setzt sich weiter fort: Fußball-Bezirksligist SuS Wulferdingsen verlor am Freitagabend das „Kellerduell“ beim Bünder SV verdient mit 2:3 (2:2)-Toren und bleibt mit sechs Punkten tief im Tabellen-Keller stecken. Dabei war die Partie ab Mitte der ersten Halbzeit noch ausgeglichen und flott, anfangs kombinierten die „Wölfe“ noch ansehnlich.

„Aber nach dem 1:0 durch Johann ’Hans’ Janzen hat unsere Abwehr prompt wieder gepennt und das 1:1 kassiert“, schimpfte der Wulferdingsener Trainer Gerd Hartmann. Janzen hatte in der 37. Minute nach Vorlage von Max Meier die Führung erzielt, die Bünder glichen in der 40. Minute durch Hellweg aus.

Und Sven Rottmann schoss die Zigarrenstädter in der 44. Minute sogar mit 2:1 in Führung. Max Meier besorgte nur eine Minute später mit einem Schuss in die kurze Ecke das vielumjubelte 2:2 für den SuS Wulferdingsen. Nach der Pause ging dann allerdings nicht mehr viel zusammen bei den „Wölfen“. Die Bünder hätten auch noch höher als 3:2 (63. Minute, wiederum durch Hellweg) gewinnen können. Gerd Hartmann war entsprechend enttäuscht: „Wir können uns bei Matze Wormuth bedanken, dass es nur beim 3:2 blieb. Die zweite Halbzeit war wirklich schlecht von uns.“ Der Bünder SV hat nun schon 14 Punkte auf dem Konto, der SuS Wulferdingsen dümpelt weiterhin in den Niederungen der Tabelle umher und verliert immer mehr den Anschluss zu den Plätzen, die den Klassenerhalt sichern.

´Bünder SV: Rohde; Fischer (24. Westerbeck), Kiel, Tönsing, Perlemann, Kerpa, Wißmann (73. Tunc), Diekmann, Dogan (77. Grützmacher), Hellweg, Rottmann.

´SuS Wulferdingsen: Wormuth; Bäumer, Keulertz, Peters, Grothkopf (70. Prosser), Finke, Korte, Meier, Janzen, Ruschmeier (50. Zurheide), Nuhanovic (70. Laufer).

´ Tore: 0:1 (37.) Janzen, 1:1 (40.) Hellweg, 2:1 (44.) Rottmann, 2:2 (45.) Meier, 3:2 (63.) Hellweg.

01.11.11 (NW) SuS mit Abschlusspech
VON WOLFGANG DÖBBER UND EGON BIEBER

Blickpunkt F u ß b a l l

Nur einen Punkt hatten auch die „Wölfe“ aus Wulferdingsen nach dem 1:1 gegen den VfL Frotheim auf dem Konto. Zu wenig, das wusste auch Trainer Gerd Hartmann: „Wir haben die einfache und zweifache Überzahl wirklich schlecht ausgespielt, waren zu verkrampft, keiner hat den freien Mann gesucht. Das war wirklich schlecht.“ Die erste Halbzeit fand Hartmann in Ordnung. Die Gastgeber erzeugten viel Druck und hatten Pech bei zwei Aluminium-Treffern und weiteren Hochkarätern. Die Pausenführung von Frotheim war sehr glücklich und unverdient. Nach der Pause wechselte Hartmann dann dreimal aus: „Ich habe mit Peters, Prosser und Zurheide knappe 100 Jahre eingewechselt, um mehr Ruhe und Übersicht ins Spiel zu bringen, aber das hat leider auch nicht geklappt.“ Nun müssen die „Wölfe“ in Bünde am kommenden Sonntag die zwei verlorenen Zähler wieder ausbuddeln. „Wir arbeiten weiter in Ruhe, glauben an uns“, bleibt Gerd Hartmann besonnen angesichts der mageren sechs Punkte nach elf Spielen.

miegel

30.10.11 (NW) „Wölfe“ schlagen aus doppelter Überzahl kein Kapital
Der SuS Wulferdingsen spielt im Kellerduell gegen den VfL Frotheim nur 1:1 / Johann Janzen trifft

VON BENJAMIN BÜSCHENFELD

Bad Oeynhausen-Wulferdingsen. Ein verzweifelter Wulferdingsener Trainer Gerd Hartmann schlug die Hände über dem Kopf zusammen. Seine „Wölfe“ spielten trotz einer überlegenen ersten Halbzeit nur 1:1 (0:1) im Kellerduell gegen den VfL Frotheim.

Gut startete der SuS Wulferdingsen in die erste Halbzeit gegen das Tabellenschlusslicht aus Frotheim. Johann Janzen vergab in der 12. Minute die erste gute Torchance für die Gastgeber, als er von der Strafraumhöhe nur die Latte traf. Wenige Minuten später war es Paul Kowalczyk vom VfL, der den Ball einen Meter vor der Torlinie klärte und so Wulferdingsen eine weitere gute Chance nahm.

In der 20. Minute sorgten dann erstmals die Gäste für eine brenzlige Situation vor dem Tor der „Wölfe“. Die Frotheimer, die nur langsam ins Spiel fanden, erspielten sich weitere gute Torchancen, die aber entweder ungenutzt blieben oder durch SuS-Torwart Matthias Wormuth entschärft wurden. In der 37. Minute hatte dann erneut Johann Janzen die Möglichkeit zum Abschluss, traf aber erneut nur Aluminium. Kurz vor der Halbzeit verschaffte sich der VfL Frotheim dann eine 1:0-Führung durch Christoph Meyhoff. Nach der Pause gingen die Wölfe mit neuer Motivation in die zweite Spielzeit. Belohnt wurde dies in der 60. mit dem Ausgleich durch Johann Janzen.

Ein Foul durch den Frotheimer Marvin Stierle an Alexander Bäumer wurde mit Rot geahndet und sorgte für eine Überzahl der Wulferdingsener. In der 81. Minute war es erneut ein Frotheimer Spieler, der die rote Karte zu sehen bekam. Dieses Mal war es Philipp Klup, der den Platz verlassen musste. Doch auch die doppelte Überzahl wussten die Gastgeber nicht zu nutzen. Beide Seiten ließen Torchancen zumeist ungenutzt. Erst als Schiedsrichter Ali Tumani die Nachspielzeit anzeigte, gab der SuS Wulferdingsen noch einmal richtig Gas und nahm das gegnerische Tor unter Beschuss – jedoch ohne Erfolg. Es blieb beim 1:1.

SuS-Trainer Gerd Hartmann fasste sich nach dem Spiel nur an den Kopf und kommentierte die Leistung seiner Mannschaft mit: „Das war einfach nur schlecht! Die Moral, die auf dem Platz an den Tag gelegt wurde, war gut. Die Umsetzung war jedoch zu hektisch und es wurden zu viele Fehler gemacht. Die Punkte haben wir in der ersten Halbzeit liegen lassen!“ sagte Hartmann. Zudem habe seine Mannschaft zu unsauber gespielt.

SuS Wulferdingsen: Wormuth; Bäumer (62. Peters), Ruschmeier, Grothkopf, Finke, Korte, Meier (71. Prosser), Miegel (63. Zurheide), Nuhanovic, Janzen, Keulertz.

VfL Frotheim: Gerling; Depping, Kasten (46. Brandenburg), Schütte, Kowalczyk, Simonyan (70. Geistdörfer), Borchert, Pott, Kulp, Meyhoff, Stierle.

Tore: 0:1 (43.) Meyhoff, 1:1 (60.) Janzen.

Rote Karten: Stierle (60.) und Kulp (78.)

26.10.11 (NW) Einige Weichen gestellt

BEZIRKSLIGA: FCO II macht ein Riesenschritt nach vorne / Lohe hält gut mit
VON TIM PLACKE UND WOLFGANG DÖBBER

Blickpunkt F u ß b a l l

Wieder nicht gepunktet hat hingegen der SuS Wulferdingsen. Innerhalb von zehn Minuten kassierten die „Wölfe“ drei Gegentore in Kutenhausen. Nach der gelb-roten Karte gegen Alexander Bäumer in der zweiten Halbzeit war das Spiel dann gelaufen. Trainer Gerd Hartmann glaubt aber weiter an sein Team: „Natürlich sieht es nicht rosig aus, aber ich habe eine tolle Truppe. Sie ist bemüht und war nach dem Spiel verständlicherweise total niedergeschlagen“, so Hartmann. Nun warten zwei richtungsweisende Partien. Erst kommt der VfL Frotheim, dann geht es zum Bünder SV. „Wenn wir da leer ausgehen, wird es natürlich richtig schwer, aber die Mannschaft brennt auf Wiedergutmachung“, so Hartmann.

24.10.11 (NW) „Es sieht nicht rosig aus“
SV Kutenhausen-Todtenhausen – SuS Wulferdingsen 3:0

VON TIM PLACKE

Minden/Bad Oeynhausen. Fußball-Bezirksligist SuS Wulferdingsen kassierte in zehn Minuten beim SV Kutenhausen-Todtenhausen drei Gegentore und musste so am Ende in Unterzahl in eine 0:3 (0:3)-Niederlage einwilligen.

Dabei hatten die „Wölfe“ gar nicht schlecht begonnen. Die erste Chance des Spiels hatte die Elf von Trainer Gerd Hartmann, doch Frank Zurheide, der nach starken Leistungen als Joker in der Startelf stand, verfehlte mit einem Kopfball das SVKT-Tor. Nach elf Minuten bekamen die Gastgeber dann nach einem Foul von Thomas Peters einen Elfmeter zugesprochen, den Mirco Claußen jedoch neben das Tor setzte

In der 26. Minute gerieten die „Wölfe“ dann aber doch in Rückstand. Robert Kleine schoss das 1:0 für die Kutenhausener. Der schwache Schiedsrichter Matthias Meier hatte die Abseitsposition des Schützen dabei komplett übersehen. Und auch in der 33. Minute lag der Referee falsch, als er nach einem Zweikampf von Martin Keulertz gegen einen Kutenhausener auf Elfmeter für SVKT entschied. Sebastian Stark machte es besser als Teamkollege Claußen und verwandelte souverän zum 2:0. Vier Minuten später dann der dritte Treffer für die Gastgeber. Nach einem sehenswerten Spielzug besorgte Philipp Kleine das 3:0. In der zweiten Halbzeit kassierte dann noch Alexander Bäumer auf Wulferdingsener Seite wegen wiederholten Foulspiels die gelb-rote Karte. Spätestens damit war das Spiel gegessen. Zwar hatten Andre Zschunke und Dennis Laufer noch zwei gute Chancen für die „Wölfe“, doch ernsthaft in Gefahr geriet der Sieg der Gastgeber nie. „Es sieht nicht rosig aus, aber ich glaube weiter an das Team. Wir haben eine tolle Truppe“, sagte Hartmann nach Spielende.

SV Kutenhausen-Todtenhausen: Pundt; N. Claußen, J. Finke (71. Giessmann), Spieß (80. Pferner), Horstmann (71. Busse), Gundlach, Ph. Kleine, M. Claußen, R. Kleine, Finger, Stark.
SuS Wulferdingsen: Wormuth; Bäumer, Laufer, M. Finke, Peters, Nuhanovic (70. Zschunke), Zurheide (63. Miegel), Korte, Keulertz, Grothkopf, Ruschmeier (63. Meier).
Tore: 1:0 (26.) R. Kleine, 2:0 (34.) Stark, 3:0 (37.) Ph. Kleine.
Gelb-Rote Karte: Bäumer (55.).
Besonderes Vorkommnis: M. Claußen verschießt Foulelfmeter (16.).

17:10.11 (NW) „Wölfe“ mit zu wenig Herz
SuS Wulferdingsen verliert gegen Rödinghausen II 2:4

VON EGON BIEBER



Bad Oeynhausen-Wulferdingsen. Zwei Treffer seien aus klarer Abseitsposition gefallen und einen klaren Strafstoß hätten sie bekommen müssen, monierten die „Wölfe“ nach dem Abpfiff. Unterm Strich verlor Fußball-Bezirksligist SuS Wulferdingsen gegen Titelanwärter SV Rödinghausen II aber verdient mit 2:4 (0:1).

In der ersten Halbzeit erstarrten die Gastgeber gegen den spielstarken und mit „großen Namen“ gespickten Gegner (viele Spieler in Reihen des SVR II mischten in der vergangenen Saison beim Aufstieg von SVR I tatkräftig beim Aufstieg in die Landesliga mit) wie das Kaninchen vor der Schlange. „Da haben wir zu wenig Herz gezeigt und können uns bei „Matze“ Wormuth bedanken, dass wir nur mit 0:1 in die Halbzeit-Kabine gehen“, sagte SuS-Trainer Gerd Hartmann nach dem Abpfiff. Der Wulferdingsener Torwart blieb gleich zweimal gegen den allein auf ihn zustürmenden Alexander Schal (18. und 42.) Sieger. Nur gegen den ebenfalls allein vor ihm auftauchenden Egon Peters (18.) zog er den Kürzeren. Einzige nennenswerte Aktion der „Wölfe“ vor der Pause war ein Kopfball von Martin Keulertz nach einer Prosser-Ecke (41.). Das Spielgerät flog knapp über das Aluminium.

Wesentlich engagierter und mutiger betraten die SuS-Kicker den Rasen nach dem Wiederanpfiff und setzten die nicht immer sattelfeste SVR-Viererkette unter Druck. Erst bekam Max Meier den Ball in aussichtsreicher Schuss-Position nach einer Hereingabe von Florian Miegel nicht unter Kontrolle (46.) und wenig später wurde Letztgenannter im Strafraum von einem SVR-Spieler auf den Rasen runtergerissen – und dieser Akteur blockierte den Ball dann auch noch mit den Händen. Ein klarer Strafstoß für den SuS, doch die Pfeife des Schiris blieb stumm. Reaktionsschnell klärte schließlich noch SVR-Torwart Andreas Krack nach einem Nuhanovic-Schuss aus kurzer Distanz (53.). Wer solche Chancen nicht nutzt, wird bestraft – in der 55. Minute in Person von Felix Langkamp, der nach einem Steilpass aus dem Halbfeld den Ball über den herauseilenden Matthias Wormuth zum 0:2 lupfte. Hoffnung keimte jeweils nach dem Kopfball-Tor von Frank Zurheide zum 1:2 (66.) und dem Freistoß-Tor von Jannik Korte zum 2:3 (84.) auf, doch die abgezockten Gäste blieben eiskalt: Christian Gieselmann köpfte zum 1:3 (75.) ein und Langkamp schoss zum 2:4 in der Nachspielzeit ein, allerdings im Abseits stehend. Außerdem traf Florian Hartschwager noch den Pfosten (67.) und reagierte Matthias Wormuth zweimal glänzend.

SuS Wulferdingsen: Wormuth; Bäumer, Grothkopf (42. Korte), Keulertz, Laufer, Prosser (75. Finke), Peters, Nuhanovic, Meier, Janzen (46. Zurheide), Miegel.
SV Rödinghausen II: Krack; Milse (56. Duda), Westerwalbesloh, Rasic, Block, Neumann (60. Gieselmann), Langkamp, Lucius, Peters (75. Wochmin), Hartschwager, Schal.
Tore: 0:1 (18.) Peters, 0:2 (55.) Langkamp, 1:2 (66.) Zurheide, 1:3 (75.) Gieselmann, 2:3 (84.) Korte, 2:4 (90.+2) Langkamp.
Rote Karte: Westerwalbesloh (90.+3, Spieler-Beleidigung).

12.10.11 (NW) „Wölfe“ spielen gut, treffen aber nicht
VON WOLFGANG DÖBBER

Blickpunkt F u ß b a l l
Der SuS Wulferdingsen bleibt sich treu: Niederlagen mit einem Tor sind die Regel, auch das 0:1 beim SC Vlotho war so eine Geschichte. Das frühe 1:0 der Vlothoer brachte die „Wölfe“ aber nicht aus dem Konzept, die Mannschaft meldete sich zurück ins Spiel. Trainer Gerd Hartmann sagte mit einem Schuss fachlich geprägter Ironie: „So wie jede Woche halt, wir spielen ganz gut und gefällig, stehen aber am Ende mit leeren Händen da. Wir werden aber unseren Weg weitergehen, uns nicht aus der Ruhe bringen lassen. Irgendwann wird das auch mal mit Siegen belohnt.“ Hartmann sieht zudem seine Mannen im Kommen. Thomas Peters, der Kapitän: „Er kann natürlich noch nicht wieder der Alte sein, aber er ist auf einem guten Weg.“ Auch Max Meier ist im Kommen, in zwei, drei Spielen sei er auch wieder zu 100 Prozent fit, so Hartmann. Benedikt Ruschmeier musste wegen Problemen mit dem Sprunggelenk raus, Hartmann zog am Ende Zurheide und Miegel ganz nach vorne, über Außen sollten sie Max Meier und Mirko Nuhanovic mit Flanken füttern. Das Vlothoer Tor blieb dennoch wie vernagelt. Hartmann blickt schon auf Sonntag, Rödinghausen II kommt: „Bünde hat gezeigt, was geht, wenn man an sich glaubt.“ Die „Wölfe“ wollen das auch weiter handhaben. Für den zweiten Sieg.

08.10.11 (NW) Chancen in Überzahl kläglich vergeben
„Wölfe“ 0:1 in Vlotho

VON EGON BIEBER

Vlotho/Bad Oeynhausen. Es ist wie verhext. Schon wieder verlor Aufsteiger SuS Wulferdingsen eine Partie in der Fußball-Bezirksliga mit einem Tor Unterschied, am Freitagabend mit 0:1 beim SC Vlotho. Und es war erneut mehr drin. „In der letzten halben Stunde haben wir nach einem Platzverweis für die Vlothoer die Überzahl nicht gut ausgespielt, haben uns von der Hektik anstecken lassen“, sagte SuS-Trainer Gerd Hartmann. „Torchancen hatten wir in der zweiten Halbzeit zu mindestens einem Punktgewinn, haben diese aber kläglich vergeben.“ Beide Teams drückten von Beginn an aufs Gaspedal mit dem frühen Schock-Erlebnis für die „Wölfe“ nach zwei Minuten. Patrick Jackmann schlug den Ball nach einem Freistoß von der linken Seite scharf in den Wulferdingsener Strafraum, ein Mitspieler verlängerte den Flankenball und Tomas Franke sagte Danke. Nicht nur in dieser Szene flatterten die Gäste bei den Standard-Situationen bedenklich.

Im Gegenzug nach dem SCV-Tor bot sich Mirco Nuhanovic bereits die Ausgleichschance, doch der Ball rauschte nach dem strammen 20-Meter-Schuss ins Toraus. Später klärte dann Benjamin Külbel gegen „Wölfe“-Akteur Robin Grothkopf. Ein Chancenplus erspielten sich aber die Vlothoer, doch SuS-Torwart Matthias Wormuth hielt sein Team mit Glanzparaden im Spiel. Erst holte er den Ball nach einem Schuss von Christian Franz (18.) aus dem unteren Eck und kurz vor dem Pausenpfiff klärte er nach einem Freistoß aus 20 Metern zentrale Position gegen den gleichen Spieler, der in der 24. Minute den Ball per Kopfball noch auf die Latte beförderte. In der zweiten Halbzeit wurde es nach dem Platzverweis für den Vlothoer Alexander Kran dann hitzig, die „Wölfe“ bekamen Übergewicht und spielten sich auch glänzende Möglichkeiten heraus. Bei einer Doppelchance (62.) klärte erst SCV-Keeper Kevin Sonntag gegen Max Meier mit dem Fuß und den Nachschuss jagte Jannik Korte übers Aluminium. In der 88. Minute schlug Michael Prosser den Ball per Freistoß in den Strafraum und Nuhanovic schoss den Ball dem Torhüter aus etwa acht Metern in die Arme.

SC Vlotho: Sonntag; Koch, Bobe, Külbel, Franz, Jackmann, Kran, Reckendorf (81. Gleisner), Franke (90.+5 Stromberger), Pries, Reissmann.
SuS Wulferdingsen: Wormuth; Keulertz, Finke, Grothkopf (70. Prosser), Korte, Peters (73. Zurheide), Meier, Ruschmeier (55. Bäumer), Nuhanovic, Janzen, Miegel.
Tor: 1:0 (2.) Franke.
Gelb-rote Karte: Kran (57., wiederholtes Foulspiel).

05.10.11 (NW) Top-Joker Zurheide beim SuS
VON WOLFGANG DÖBBER

Blickpunkt F u ß b a l l

Der SuS Wulferdingsen kann sich nicht auf eine 1:0-Führung verlassen, dafür aber auf den Edeljoker Frank Zurheide. Mit den beiden späten Toren beim 3:3 gegen den TSV Schötmar (81. zum 2:2 und 89. zum 3:3) kommt Zurheide schon auf vier Tore. Alle als Einwechselstürmer. Gegen Schötmar brachte ihn Trainer Gerd Hartmann nach 77 Minuten. „Und trotzdem hatte er in der Zeit noch vier weitere gute Aktionen“, lobt Hartmann. Der kommt so vielleicht ins Grübeln, ob er Zurheide nicht von Anfang an bringen sollte. Auf der anderen Seite sollte er vielleicht so ein „Erfolgsmodell“ von der Bank nicht ändern.

Das Spiel gegen Schötmar begann mit dem frühen 1:0 der „Wölfe“ gut. „Danach haben wir leider nur versucht, das Ergebnis zu verwalten, sind nicht aggressiv geblieben. Das ist schon komisch, mit dem 1:0 im Hinterkopf gehen wir nicht den richtigen Weg weiter. Das im Training geübte taktische Verhalten wird nicht richtig umgesetzt“, grübelte SuS-Trainer Hartmann über den verlorenen Faden beim 3:3 gegen das Schlusslicht. Personell lag er neben der Einwechslung von Frank Zurheide auch bei Mirco Nuhanovic (kam in der 50. Minute) richtig. Nuhanovic bereitete per Maßflanke das 2:2 von Zurheide vor. Auch Martin Keulertz kam nur als Einwechselspieler zu Ehren: „Er hat zuletzt nicht so oft trainiert“, sagte Hartmann. Natürlich konnte auch Keulertz noch Impulse nach vorne setzen, aber unterm Strich blieb nur der eine Punkt. Nach Vlotho geht es schon am Freitagabend. Die „Wölfe“ müssen weiter um den Anschluss ans Mittelfeld kämpfen.

03.10.11 (NW) Dramatischer Schlussakt
SuS Wulferdingsen – TSV Schötmar 3:3 (1:1)

VON JÜRGEN KRÜGER

Bad Oeynhausen-Wulferdingsen. Nichts für schwache Nerven war die Begegnung in der Fußball-Bezirksliga zwischen dem SuS Wulferdingsen und dem TSV Schötmar. Am Ende hieß es 3:3 (1:1) in einem Spiel, das auch keinen Sieger verdient gehabt hätte.

„Wir hätten jedenfalls den Sieg nicht verdient gehabt“, sagt Wulferdingsens Trainer Gerd Hartmann, der es überhaupt nicht komisch findet, wie sich seine Mannschaft verhalten hat, und offensichtlich auch dem, für die Zuschauer höchst-aufregenden, Spiel nur wenig abgewinnen kann. „Positiv ist natürlich, welche Moral meine Mannschaft gezeigt hat. Nur zeigt sie diese Moral immer erst dann, wenn sie zurück liegt. Das kann ich tausend Mal beim Training ansprechen, es passiert nichts“, schimpft der SuS-Coach weiter.

Es ist das Verhalten seiner Jungs nach dem frühen 1:0-Führungstor durch Johann Janzen. Der zieht nach fünfzig Sekunden aus 16 Metern ab, und der Ball saust abgefälscht an TSV-Torwart Hasan Sunar vorbei. Anstatt nachzulegen, und die Führung als große Chance zu begreifen, beginnen die Wulferdingsener, das Spiel zu verwalten. „Wir ruhen uns auf dieser Führung aus. Das war ganz schlecht“, wertet Hartmann. Gut zwanzig Minuten später gibt es dafür die Quittung: Fatih Ilhan köpft den Ball nach einer Ecke zum 1:1-Ausgleich in die Maschen der „Wölfe“.

Hartmanns Pausenansprache wird deutlich gewesen sein, denn in der zweiten Halbzeit ist es ein Spiel auf Augenhöhe. Die Gäste sind blitzschnell auf den Beinen, zum Glück für die Wulferdingsener aber hin und wieder zu ballverliebt und zu eigensinnig. In der 64. Minute rappelt es dann aber doch beim SuS. Volkan Arslan lenkt eine Flanke per Kopfball ins Wulferdingsener Gehäuse. Und ab der 81. Minute überschlagen sich dann die Ereignisse. Der eingewechselte Frank Zurheide verwandelt die gefühlvolle Flanke des ebenfalls eingewechselten Mirko Nuhanovic per Kopf zum 2:2. Der Jubel ist groß, hält aber nicht lange an. TSV-Spielertrainer Ilker Siviloglu wuchtet nur vier Minuten den Ball mit einem herrlichen Volleyschuss aus 18 Metern über die Linie. Unhaltbar für SuS-Keeper Matthias Wormuth. Die „Wölfe“ geben nicht auf und werden belohnt. Erneut trifft Frank Zurheide per Kopfball. Die Flanke eine Minute vor dem Abpfiff von Benedikt Ruschmeier ist punktgenau.

SuS Wulferdingsen: Wormuth; Bäumer, Finke, Prosser (63. Keulertz), Meier (50. Nuhanovic), Peters, Miegel (73. Zurheide), Janzen, Korte, Grothkopf, Ruschmeier.
TSV Schötmar: Sunar; Kaya, Yagiz, Manou, Siviloglu, Karak (88. Kurban), Arslan, Görler (75. Sentas), Cikdemtepe, Ilhan, Akman.
Tore:1:0 (1.) Janzen, 1:1 (23.) Ilhan, 1:2 (64.) Arslan, 2:2 (81.) Zurheide, 2:3 (85.) Siviloglu, 3:3 (89.) Zurheide.

26.09.11 (NW) Schlussspurt belohnt die „Wölfe“
Holsen – SuS 2:2

Bünde/Bad Oeynhausen (wol). Aufsteiger SuS Wulferdingsen jubelt über ein spätes, aber gerechtes 2:2 beim ambitioierten Fußball-Bezirksligisten VfL Holsen. Der erste Auswärtspunkt der Saison wurde dank eines starken Schlussspurts sichergestellt. Holsen führte bis zur 85. Minute mit 2:0, ließ da schon einige Konterchancen liegen, was sich rächen sollte. In der 85. Minute senkte sich ein Freistoß von Benedikt Ruschmeier über Freund und Feind hinweg zum 1:2. Nur 60 Sekunden später erzielte der erst in der 2. Halbzeit eingewechselte Florian Miegel aus kurzer Distanz das 2:2, Lohn für die offensiven Bemühungen der „Wölfe“. Johann Janzen hatte dann sogar auch das 3:2 auf dem Fuß, das wäre aber des Guten zuviel gewesen. Dafür hielt Keeper Matthias Wormuth den SuS bei einigen Konterchancen mit glänzendenn Reaktionen im Spiel, er bekam dafür ein Lob vom Chef Hartmann.

SuS-Trainer Gerd Hartmann bilanzierte: „In den ersten 60 Minuten sah das schon ganz gefällig aus, aber nicht konsequent im Abschluss. Ab der 60. Minute hatten wir dann auch die Chancen auf dem Fuß, die wohl größte war eine Dreifachchance von Miegel-Korte-Janzen, aber irgendwie blieb der Ball auf der Linie kleben.“ Holsen war früh durch Budde 1:0 (12.) in Führung gegangen. „Da stimmte die Zuordnung in der Mitte nicht, Budde war völlig blank“, sah Hartmann die Fehlerquelle. Nach dem 0:2 zeigte der SuS im Kollektiv die Leistung, die Hartmann sehen wollte.

VfL Holsen: Figlarz; Thaus, Schulze, Steinke, Schendzielorz (75. C. Langer), Siebers, Vossenkömper (68. Schröder), Wüllner, Fröhde, Budde, Hanke (12. Khaled).
SuS Wulferdingsen: Wormuth; Laufer (50. Prosser), Finke, Meier (71. Zurheide), Nuhanovic (62. Miegel), Janzen, Heim, Korte, Keulertz, Grothkopf, Ruschmeier.
Tore: 1:0 (12.) Budde, 2:0 (72.) Budde, 2:1 (85.) Zurheide, 2:2 (86.) Miegel.

19.09.11 (NW) „Wölfe“ beißen nicht zu
Zwei top Chancen ausgelassen / SuS verliert gegen FTD 1:2

VON EGON BIEBER


Bad Oeynhausen-Wulferdingsen. Der SuS verlor in der Fußball-Bezirksliga wieder mit nur einem Tor Unterschied, aber verdient. Die spielerisch starken Dützener taten sich allerdings lange Zeit schwer beim 2:1 (1:1)-Sieg im Wulferdingsener „Loch“, weil sie nach dem Power-Start in der ersten Viertelstunde und klaren Torchancen, um frühzeitig alles klar zu machen, mit Hacke, Spitze, eins, zwei und drei zaubern wollten.

Trainer Mathias Kummer stapfte zur Halbzeit sehr verärgert in die Kabine und kam auch schnell aus dieser wieder heraus. „Das ist sehr pomadig, was wir da abliefern. Diese Leistung ist mir unerklärlich“, schimpfte er. Die FTD begann sehr druckvoll, schnürte die Gastgeber in deren Hälfte ein und erspielte sich zwei top Chancen (6. und 8.), bevor diese erdrückende Überlegenheit schließlich im verdienten Führungstreffer von Marten Neppert mündete (9.) endete. Dann war es plötzlich vorbei mit der Dominanz der Gäste, bissen sich die „Wölfe“ immer mehr hinein in dieses Match und agierten auf Augenhöhe. Doch zweimal stand ihnen noch Glücksgöttin Fortuna zur Seite, als Linus Brüggemann nur knapp drüberschoss (8.) und nach einem Pressschlag beim Abschlag von Torwart Matthias Wormuth mit Ingo Dammasch sich der Ball um Zentimeter über das Aluminium drehte (28.).

Den Ausgleich aus dem Nichts bekam der SuS von FTD-Torwart Nico Stremlau auf dem Tablett serviert: Nach einem Freistoß von Jannik Korte ließ der Keeper den Ball von seinen Händen abprallen und der in der Nähe lauernde Johann Janzen schob ihn gedankenschnell über die Linie. Drei Minuten später parierte der FTD-Keeper nach einem Rechtsschuss von Martin Keulertz aber gut, um rum war sie die unerquickliche erste Halbzeit.

Nach dem Seitenwechsel investierte der Gast mehr, schnürte die „Wölfe“ Minuten lang in deren Hälfte ein, ohne sich dabei allerdings zwingende Torchancen heraus zu spielen. Und dafür wäre die spielerisch überlegene FTD fast bestraft worden, denn bei zwei Kontern vergab Mirco Nuhanovic zwei Tausendprozentige jeweils freistehend nach Zusammenspiel mit Janzen. Einmal schoss er knapp vorbei (69.) und das andere Mal köpfte er den Ball aus sechs Metern am leeren Tor vorbei (70.). Das musste die Führung sein. Die schoss dann Justus Köhler für FTD mit einem Flachschuss (81.) heraus. Zuvor (77.) hatte Pierre Badde Pech mit einem Alu-Treffer – und in der Nachspielzeit wurde Janzen Elfmeter reif im Strafraum gelegt, doch der Pfiff des Schiedsrichters blieb aus. „Nach der Pause haben wir ganz schlecht von hinten raus und viel zu viel Fehlpässe gespielt, und verdient verloren“, sagte SuS-Trainer Gerd Hartmann. „Aber die klareren Torchancen hatten wir.“

SuS Wulferdingsen: Wormuth; F. Habbe (46. Laufer), Finke, Keulertz, Bäumer, Grothkopf, Korte, Meier, B. Ruschmeier (58. Prosser), Nuhanovic (70. Miegel), Janzen.
FT Dützen: Stremlau; Sperlich (58. T. Ruschmeier), Raetz, Köhler, Ferling (70. Werner), Brüggemann, Kruse, Werner (46. Badde), Hundertmark, Neppert, I. Dammasch.
Tore: 0:1 (9.) Neppert, 1:1 (34.) Janzen, 1:2 (80.) Köhler.

12.10.11 (NW) Eine ganz starke Stunde
VfL Herford – SuS 3:2

VON DIRK KRÖGER

Herford. Damit hatte beim VfL Herford wohl niemand gerechnet: Auch nach vier Spieltagen ist die Mannschaft von der Feuerwache in der Fußball-Bezirksliga noch ungeschlagen. Durch den klar verdienten 3:2 (2:0) Sieg über Neuling SuS Wulferdingsen stockte der Landesliga-Absteiger sein Punktekonto sogar auf 10 auf – dabei hatte Trainer Birol Arapi aus diesen ersten vier Spielen für sein Team nur sechs Zähler einkalkuliert.

Eine Stunde lang zeigten die Herforder, warum sie momentan derart erfolgreich sind, denn die völlig neu formierte Mannschaft ließ den „Wölfen“ zunächst überhaupt keine Chance, kämpfte dabei nicht nur, sondern zeigte auch spielerische Klasse. „Wir haben in der ersten Halbzeit überhaupt nicht stattgefunden“, wunderte sich Klaus Schneider, ehemaliger Vorsitzender vom SuS Wulferdingsen, über die Dominanz der Herforder. „Ich kann nur einen Vorwurf an das Team machen, dass wir nämlich zur Pause nicht höher geführt haben“, kommentierte VfL-Coach Arapi nach der Partie. Dass er dann doch noch um den dritten Saisonsieg seiner Schützlinge zittern musste, war eine andere Geschichte.

Zunächst beherrschte der VfL das Geschehen nach Belieben, traf durch Koray Celik nach einer Flanke Serhan Cakmaks (25. Minute) und Rassan Nahmet, der aus über 20 Metern den Ball über SuS-Schlussmann Matthias Wormuth hinweg an den Innenpfosten setzte (33.) zweimal, und hatte noch eine ganze Reihe weiterer guter Möglichkeiten, während die „Wölfe“ nur dreimal halbwegs gefährlich vor dem Herforder Tor auftauchten, ihre Möglichkeiten durch Jannik Korte in der 21. und 29. Minute sowie durch Janzen, der in der 45. Minute nur den Pfosten traf, aber nicht nutzten.

Entschieden zu sein schien die Partie an der Feuerwache nach 58 Minuten, als nach Wulferdingsens Benedikt Ruschmeier das Spielgerät nach einem Nahmet-Ecke zum 3:0 ins eigene Netz bugsierte. Plötzlich aber wurden die „Wölfe“ wach und übernahmen in der letzten halben Stunde mehr und mehr die Initiative. Erstmals belohnt wurde das, als Johann Janzen in der 71. Minute den Ball am aus seinem Tor heraus eilenden VfL-Schlussmann Alexander Fischer vorbei zum 3:1 im Gehäuse unterbrachte. Und dann tat Koray Celik sich und seiner Mannschaft alles andere als einen Gefallen, als er sich ein unnötiges Foulspiel leistete, das richtigerweise mit der gelb-roten Karte geahndet wurde. Fortan spielte nur noch eine Mannschaft – die der Gäste. Trotz Wulferdingsener Dauer-Druck aber reichte es für den Klassenneuling nur noch zum Anschlusstreffer durch einen Zurheide-Kopfball nach einem voraus gegangenen Fehler von VfL-Schlussmann Fischer. Trotz einer vierminütigen Nachspielzeit wollte der Ausgleich nicht mehr gelingen. Der aber wäre auch des Guten zu viel gewesen.

VfL Herford: Fischer; Cavus, Beyer, Karaarslan, Cakmak (71. Brinkmann), Nahmet, Yalmanci, Ak (76. Jaber), Stellmach, Colak, Celik.

SuS Wulferdingsen: Wormuth; Zschunke (56. Meier), Laufer, Korte, Miegel (56. Nuhanovic), Ruschmeier (76. Zurheide), Janzen, Keulertz, Bäumer, Grothkopf, Finke.

Tore: 1:0 (25.) Celik, 2:0 (39.) Nahmet, 3:0 (58.) Ruschmeier (Eigentor), 3:1 (71.) Janzen, 3:2 (85.) Zurheide.

Gelb-rote Karte: Celik (73.).

02.10.11 (NW) Mit Haken und Ösen
Wulferdingsen – Lohe 2:3 (0:1)

VON WOLFGANG DÖBBER



Bad Oeynhausen-Wulferdingsen. In der Fußball-Bezirksliga kam es gestern Abend zu einem rassigen Stadtderby zwischen Aufsteiger SuS Wulferdingsen und dem TuS Lohe. Die „Wölfe“ boten dem Favoriten dabei lange die Stirn, kamen aber über eine 2:3 (0:1)-Niederlage nicht hinaus.

Die rund zweihundert Zuschauer erlebten eine gute und spannende Partie, in der keiner der Akteure auch nur einen Zentimeter Boden verschenkte. Beide Mannschaften spielten in etwa auf gleich gutem Bezirksliga-Niveau, und aufgrund der risikofreudigen Spielweise ergaben sich einige Torchancen. Fünfzehn Minuten nach dem Anpfiff verpassten die Gastgeber den Lohern einen ersten Denkzettel durch einen Lattentreffer. Das erste Tor aber erzielten die Gäste. Manuel Hejlek nutzte nach einem schnellen Angriff eine Flanke von Jan Weber und schob aus gut zwölf Metern ein.

Dieser Treffer gab der Begegnung noch mehr Auftrieb, ab nun lieferten sich beide Mannschaften einen Tanz auf der Rasierklinge. Wulferdingsen drängte auf den Ausgleich, und Lohe spekulierte auf den zweiten Treffer. In der 30. Minute gab es Aufregung, als Lohes Torwart Kai-Henning Vogelsang gegen Wulferdingsens Florian Miegel am Fünfmeter-Raum einen Schritt zu spät heraus kam. Doch der Elfmeterpfiff blieb aus. Sieben Minuten später lief Lohes Alexander Felde alleine auf SuS-Keeper Matthias Wormuth zu. Der parierte mit einer glänzenden Fußabwehr. Die anschließende Ecke köpfte Carl Stühmeier an die Latte (32.), Lohe stand dicht vor dem 2:0.

Nach dem Wechsel hatte Wulferdingsens Frank Habbe, der in der 15. Minute für den verletzten Michael Prosser eingewechselt worden war, seinen großen Auftritt. Im Mittelfeld setzte er sich gegen den bärenstarken Gianfranco Vodola durch, spielte mit Johann Janzen einen Doppelpass und glich zum 1:1 (55.) aus. Benedikt Ruschmeier (SuS) hätte in der 70. Minute die Wende herbei führen können, sein Freistoß klatschte an den Innenpfosten. Lohes eiskalte Antwort kam prompt: Manuel Hejlek schloss einen Konter über Alex Felde zur 2:1-Führung (78.) ab. Kollege Johannes Flachmeier erhöhte kurz danach per Kopfball zum 3:1 für Lohe. Es folgte ein Sturmlauf der „Wölfe“, der in der 87. Minute durch einen Kopfballtreffer von Frank Zurheide belohnt wurde.

„Ich hätte nicht gedacht, dass es am Ende noch einmal so eng werden würde. Das war ein spannendes Spiel“, sagte Lohes Trainer Lars Thielking. Und Michael Prosser von den „Wölfen“ erkannte „eine unglückliche Niederlage für uns, wir zahlen Lehrgeld“. Für Lohe hingegen ist der Traumstart perfekt: Neun Punkte aus drei Spielen, Platz 1.

SuS Wulferdingsen: Wormuth; Zschunke (46. Laufer), Prosser (15. Habbe), Korte, Miegel (73. Zurheide), Ruschmeier, Janzen, Keulertz, Bäumer, Grothkopf, Finke.

TuS Lohe: Vogelsang; Dom, Tölkemeier, Behr, Weber (85. Giesselmann), Flachmeier, Stühmeier, Hejlek, Vodola, Felde (83. Erdbrügger), Bloumis (46. Baumann).

Tore: 0:1 (16.) Hejlek, 1:1 (55.) Habbe, 1:2 (75.) Hejlek, 1:3 (78.) Flachmeier, 2:3 (87.) Zurheide.

 

31.08.11 (NW) Loher nach Gala am Donnerstag zum Aufsteiger Wulferdingsen
VON EGON BIEBER

Blickpunkt F u ß b a l l

Bad Oeynhausen. Nach der Gala vor der Pause ließen es die Loher in der zweiten Halbzeit mit dem beruhigenden 4:0-Vorsprung im Rücken ruhiger angehen, verwalteten das Ergebnis nur noch, blieben aber weiterhin Chef auf dem Platz – und das nun ohne High-Speed-Modus. Die letzte Konsequenz fehlte im Spiel nach vorne. An diesem Donnerstag geht es bereits im vorgezogenen Spiel beim Aufsteiger SuS Wulferdingsen weiter. Die verloren zwar mit 0:1 beim zu den Top-Teams gerechneten TuS Petershagen-Ovenstädt, verließen den Ort der Niederlage aber mit einem guten Gefühl. „Defensiv hat die Mannschaft gut gestanden und gearbeitet. Nur im Spiel nach vorne war es nicht zwingend genug, fehlte der letzte Pass“, sagte Trainer Gerd Hartmann, der gestern in den Urlaub nach Gran Canaria flog. Bis zur Rückkehr nächste Woche übernimmt Fußball-Obmann Alfred „Ali“ Waldeck. „Wir nehmen einiges an Positivem aus Petershagen mit und sind für die nächsten Aufgaben gut gerüstet“, sagte Hartmann, der auch bald wieder personell mehr aus dem Vollen schöpfen kann. Thomas Peters kehrt heute aus dem Urlaub zurück und nimmt das Training auf, Dennis Laufer kehrt ebenfalls aus dem Urlaub heim, Mirko Nuhanovic ist nach wochenlanger Verletzungspause auch wieder im Mannschaftstraining und mit Max Meier kehrt ein schon abgeschriebener Kicker zu den „Wölfen“ zurück. Mit seinem Studium in Rom hat es nicht geklappt, nimmt er das Training an alter Wirkungsstätte somit wieder auf.

29.08.11 (NW) Bogenlampe aus 30 Metern
SuS Wulferdingsen verliert mit 0:1 in Petershagen


Petershagen/Bad Oeynhausen (ebi/kub). Das Quäntchen Glück fehlte Aufsteiger SuS Wulferdingsen im ersten Auswärtsspiel in der Fußball-Bezirksliga zu mindestens einem Punkt. Eine Bogenlampe aus rund 30 Metern in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit durch Yasin-Osman Cekerek bescherte dem TuS Petershagen-Ovenstädt den erhofften „Dreier“ und die anvisierten sechs Punkte aus zwei Begegnungen.

„Ich weiß nicht, ob das ein Torschuss war oder eine Flanke“, sagte SuS-Trainer Gerd Hartmann zu diesem Sonntagsschuss, der mit Windunterstützung zustande kam. „Wir haben in der ersten Halbzeit in der Defensive gut gestanden und nicht viel zugelassen“, so Hartmann. In der Offensive waren die Gäste dafür nicht zwingend genug. „Hut ab, mit dieser Leistung können wir in der Bezirksliga bestehen. Mit zehn Mann hätten wir fast noch einen Punkt geholt“, lobte Hartmann seine gleich nach Abpfiff um sich versammelten Schützlinge, die dem TuSPO das Siegen schwer und die Räume eng machten, so dass die von der Anlage und vom Spielerischen her besseren Gastgeber einen schweren Stand hatten.

In Unterzahl spielten die Wulferdingsener ab der 80. Minute, weil Defensivmann Martin Pasold verletzungsbedingt raus musste und das Auswechselkontingent bereits erschöpft war. Es hatte im Knie geknackt, nachdem ein Spieler Pasold auf dieses gefallen war. Auch in der zweiten Halbzeit standen die Gäste kompakt und ließen nur zwei Torchancen durch Clement Kwaku-Duah (58., Schuss aus 20 Metern aus der Drehung knapp vorbei) und Matthias Kruse aus der gleichen Entfernung zu (63.). Die große Ausgleichschance bot sich Frank Zurheide in den letzten zehn Minuten, doch der Ball sprang vom Innenpfosten ins Feld zurück. Auch Michael Prosser und Jannik Korte hatten noch Möglichkeiten.

TuS Petershagen-Ovenstädt: Kröcker; Damke (83. Ferchichi), Hopp, Stichling, Wittek (62. Wulf), Hafke, Cekerek, Dinkelborg, Boateng, Kruse (89. Pinneker), Duah.

SuS Wulferdingsen: Ziegerick; Keulertz, Zschunke (69. Finke), Habbe, Grothkopf, Bäumer, Pasold, Korte, Miegel (73. Zurheide), Ruschmeier (49. Prosser), Janzen.

Tor: 1:0 (45.) Cekerek.

 

24.08.11 (NW) Noch viel Luft nach oben
Das Trio SuS, FCO II und Lohe hat noch einige Baustellen

VON EGON BIEBER

Blickpunkt F u ß b a l l

Bad Oeynhausen. „Keiner wird beim Saison-Start perfekt sein“, sagte Holm Holger Hebestreit, Trainer beim FC Bad Oeynhausen II, zwei Tage vor dem ersten Saison-Spiel in der Fußball-Bezirksliga. Wie recht er haben sollte – und ausgerechnet seine Mannschaft lieferte vom heimischen Trio die schlechteste Leistung ab. Das hatte er sich garantiert anders vorgestellt. Ebenfalls noch viel Luft nach oben haben der TuS Lohe und Aufsteiger SuS Wulferdingsen, die nicht glänzten, aber wenigstens gewannen.

Die „Wölfe“ verdient im Bad Oeynhausener Stadtgebiet-Duell mit 2:1 gegen eben jenen FCO II, der trotz der Ausleihe von vier Spielern aus dem Westfalenliga-Kader (Hötte, Bley, Versick, Schling) ein trostloses Gekicke ablieferte. Bis auf die Viertelstunde nach dem Seitenwechsel mit mehr Druck in den Aktionen und dem Ausgleichstor durch Kapitän Christian Ochs blieb der Rest nur Stückwerk ohne Tempo, ohne Inspiration und ohne Mumm. Das zentrale Mittelfeld beim FCO II existierte nur auf dem Papier, wurde von den „Wölfen“ durch aggressives Forechecking fast komplett ausgeschaltet. Und somit war das FCO-II-Spiel lahmgelegt. „Ich war regelrecht geschockt über diese Darbietung, denn personell war die Mannschaft auf dem Feld eigentlich gut besetzt“, sparte Hebestreit nicht mit heftiger Kritik. Und das zurecht. Somit wartet er auch in seinem vierten Trainer-Jahr bei den Badestädtern auf einen Saison-Sieg zum Liga-Auftakt.

Kurz vor dem Pausenpfiff brodelte es heftig in ihm, schimpfte er an der Seitenlinie wie ein Rohrspatz und warf verärgert die Wasserflasche mit Schmackes auf das Grün. Frust pur! Nach dem Abpfiff versammelte er die Jungs auf dem Platz um sich, redete Klartext und wirkte einige Minuten später beim Pressegespräch emotional wieder aufgeräumt: „Traditionsgemäß haben wir beim Saison-Auftakt wieder nicht gewonnen. Das beängstigt mich aber noch nicht, denn auch in den vergangenen Jahren haben wir dann unsere Ziele jeweils erreicht. Es war ein insgesamt schwaches Bezirksliga-Derby und wir haben hier drei Punkte liegen gelassen. Die können noch einmal sehr weh tun“, sagte Hebestreit, der sich mit seinem Trainer-Kollegen Gerd Hartmann in der Bewertung dieser 90 Spielminuten plus X einig war.

„Es war kein berauschendes Spiel“, sagte der SuS-Coach. „Da ist noch sehr viel Luft nach oben.“ Spielerisch hakte es noch an vielen Ecken, aber wenigstens machten die „Wölfe“ ihrem Beinamen alle Ehre: Sie waren von der ersten Sekunde an bissig und aggressiv und waren auch vom Tempo mit höheren Drehzahlen unterwegs als ihr Gegner. Das war auf jeden Fall ein Schritt nach vorn im Gegensatz zu den Testspielen. „Nach dem Vorbereitungsspiel gegen TuRa Löhne hatte ich echt Bammel vor dem Match gegen den FCO II“, sagte der überragende Wulferdingsener Spieler Johann Janzen, der die FCO-II-Defensive fast im Alleingang beschäftigte und mit Maßarbeit auch den entscheidenden 2:1-Siegtreffer in der 68. Minute mit seinem feinen rechten Fuß erzielte. Was er mit Bammel meinte, ist das mangelhafte Tempo-Spiel nach vorn, das Trainer Gerd Hartmann mehrfach kritisch angemerkt hatte. „Beim Training am Donnerstag haben wir noch einmal intensiv darüber gesprochen. Wir müssen auf dem Platz mehr Kapelle machen, uns mehr hineinbeißen, sonst hat man in der Bezirksliga keine Chance“, sagte Johann Janzen. „Das haben die Jungs perfekt umgesetzt und Leute, die in der Vorbereitung ihrer Form noch hinterher gelaufen sind, waren auf den Punkt topfit. Es war zwar noch nicht alles perfekt, aber ein guter Beginn. Ich bin sehr zufrieden und stolz auf die Truppe.“

22.08.11 (NW) Janzen macht den Dreier klar
Aufsteiger SuS Wulferdingsen gewinnt 2:1 gegen FCO II

VON EGON BIEBER



Bad Oeynhausen-Wulferdingsen. Willkommen in der Fußball-Bezirksliga. Gleich das erste Saison-Spiel gewann Aufsteiger SuS Wulferdingsen mit 2:1 (1:0) gegen den Stadtrivalen FC Bad Oeynhausen II. Umjubelter Matchwinner am Samstag war einer der Besten, SuS-Kapitän Johann Janzen, in der 68. Spielminute.

Und bei diesem Treffer der „Wölfe“-Nummer 14, der in vorderster Front fast Alleinunterhalter war und die Viererkette der Badestädter ständig beschäftigte und einige Male „alt“ aussehen ließ, ging es nur um Millimeter. Der Ball flog haarscharf am linken Bein von FCO-II-Torwart Florian Bernau vorbei ins Netz. Zuvor hatten die Gäste zum wiederholten Mal im Mittelfeld einen Abspielfehler produziert. „Ich bin schockiert, was wir für eine Leistung abgeliefert haben“, sagte Holm Holger Hebestreit, Trainer beim FCO II. „Wir wollten mutig und dominant auftreten, über die Viererkette Druck aufbauen. Nichts davon war zu sehen, ist der Sieg für Wulferdingsen verdient.“

SuS-Kollege Gerd Hartmann freute sich natürlich über die ersten drei Punkte, sparte aber auch nicht mit Kritik. „Gefallen haben mir die ersten 15 bis 20 Minuten nach Wiederbeginn gar nicht. Da haben wir uns zu sehr hinten reindrücken lassen. Da fehlt noch einiges in unserem Spiel“, sagte Hartmann nach dem Abpfiff und eilte flugs nach Bünde, wo er den nächsten Gegner TuS Petershagen-Ovenstädt beobachten wollte. Dieser Liga-Auftakt vor einer stattlichen Kulisse im „Loch“ bot keine berauschende Fußball-Kost, war arm an prickelnden Torraum-Szenen, fand mit dem Aufsteiger aber einen verdienten Sieger, weil er mehr in das Match investierte und aggressiver zu Werke ging. Die Gäste, die mit Michael Hötte, Benjamin Bley, Lennart Versick und Jannik Schling aus dem Westfalenliga-Kader angetreten waren, wirkten zu lethargisch ohne Struktur in ihrem Spiel. Aus dem zentralen Mittelfeld kamen keine brauchbaren Bälle, fehlten zündende Ideen, hingen die Angreifer somit in der Luft, so dass die gut stehende Wulferdingsener Viererkette gar nicht gefordert wurde.

Nach dem ersten Ausrufezeichen durch SuS-Spieler Benedikt Ruschmeier (8., der abgefälschte Ball rauschte knapp am Pfosten vorbei ins Toraus) markierte Dennis Laufer 20 Minuten später die Führung, trudelte der abgefälschte Ball langsam ins Netz. Dann zwang Janzen mit einem Freistoß Keeper Bernau zu einer Glanzparade (39.), und das war es auch schon mit den Höhepunkten in der ersten Halbzeit. Mit mehr Elan kam der FCO II aus der Pause, entfachte mehr Druck und wurde auch mit dem Ausgleich (51.) belohnt. Nach einem abgewehrten Versick-Schuss rutschte SuS-Torwart Matthias Wormuth aus und hatte dann keine Chance gegen den Vollspann-Schuss von Christian Ochs aus halbrechter Position. Der Ball klatschte sogar noch an den Innenpfosten. Meist plätscherte die Partie so dahin – bis zum Kunstschuss mit Millimeter-Arbeit von Johann Janzen. „Ich hätte den Ball fast noch verstolpert“, sagte er. „Der passte dann genau.“

SuS Wulferdingsen: Wormuth; M. Pasold (83. Beckmann), Keulertz, Grothkopf, Bäumer, F. Habbe, Laufer, Zschunke, Korte (78. Zurheide), Ruschmeier (60. Miegel), Janzen.

FC Bad Oeynhausen II: Bernau; Hötte, B. Bley, Klassen, H. Stegen, Schling (50. Vahle), Abdallah (77. Ph. Stegen), Fritz (67. Ch. Heberle), Rattai, Ochs, Versick.

Tore: 1:0 (28.) Laufer, 1:1 (51.) Ochs, 2:1 (68.) Janzen.

Aufstellung Bilder

20.08.11 (NW)

15.08.11 (NW) Katz und Maus
FUSSBALL-KREISPOKAL, MI: „Wölfe“ – RWM 1:9

VON WOLFGANG DÖBBER

Bad Oeynhausen-Wulferdingsen. Zwischen Wulferdingsen und dem Norden Mindens liegen gute 15 Kilometer. Am Samstag lagen zwischen dem Fußball-Bezirksligisten SuS Wulferdingsen und dem ambitionierten Landesligisten Rot-Weiß Maaslingen Welten. Gleich mit 1:9 (1:4) gingen die „Wölfe“ nach guten ersten 20 Minuten gegen die spielfreudige Elf von Andreas Schwemling in der 2. Runde des Mindener Kreispokals baden.

Ab Mitte der zweiten Halbzeit war es ein Katz-und-Maus-Spiel der Gäste mit den überforderten Gastgebern. SuS-Trainer Gerd Hartmann platzte nach den schnellen Toren von 1:6 auf 1:8 lautstark und endgültig der Kragen: „Mensch, strengt euch an, seid doch mal wach hier.“ Die 100 Zuschauer mussten aber bis zum Schluss ausharren, immerhin wurde eine zweistellige Klatsche verhindert.

Zum Positiven: Die ersten 20 Minuten zeigten eine bissige und engagierte Gastgeber-Elf, die nach feinem Doppelpass zwischen Jannik Korte und Dennis Laufer durch Letztgenannten mit 1:0 in Führung ging (16.). Haarsträubende individuelle Fehler in der Deckung ermöglichten den Gästen jedoch schnell eine 3:1-Führung nach Treffern der Neuzugänge und Sturmspitzen Sascha Schumann (2 Tore) und Lennart Madroch (zum 1:1) bis zur 26. Minute. Fast mit dem Pausenpfiff erhöhte Christian Schröer nach Vorarbeit von Schumann auf 4:1 mit einem präzisen Linksschuss. Die Partie war entschieden. Die Frage, ob die „Wölfe“ die Niederlage würden in Grenzen halten können, war schnell geklärt. Ballsicher und das Spiel schnell verlagernd setzte Maaslingen permanent nach.

RWM erspielte sich eine totale Dominanz. Die Gastgeber kamen nicht mehr in die Zweikämpfe, ließen Stefan Ihlo, Timon Schwemling und Sascha Schumann fast ungestört Raum zum Kombinieren. Den münzte Maaslingen, auch nach weitgehend ungestörten Flanken über die Außen, zu zum Teil sehenswerten Toren. Timon Schwemlings Lupfer zum 5:1 und Schumanns 6:1 fielen bis zur Mitte der zweiten Halbzeit, bevor Roland Klaus mit einem satten Linksschuss aus 22 Metern in den Knick zum 7:1 das „Tor des Tages“ schoss (72.). Erneut Schwemling und Schumann schraubten das Ergebnis auf 9:1, Torwart Tim Ziegerick patzte zum Schluss beim 1:9 auch noch. Immerhin hatte Michael Prosser nach seiner Einwechslung (55.) mit einem platziert geschossenen Freistoß das 2:5 auf dem Fuß, doch Karsten Römbke hatte was dagegen. Der Abpfiff war eine Erlösung für die „Wölfe“. Sascha Schumann beließ es bei vier Treffern.

´SuS Wulferdingsen: Ziegerick; F. Habbe (67. Hein), Bäumer, Finke, Pasold; Grothkopf (55. Prosser), Ruschmeier, Zschunke, Laufer (67. Zurheide), Korte; Janzen.

´RW Maaslingen: Holtkamp (46. Römbke); Strassemeier, Pyntja, Horstmann, Ihlo, Klaus, Odoy, Schröer, T. Schwemling, Madroch (54. Brandt), Schumann.

´Tore: 1:0 (16.) Laufer, 1:1 (18.) Madroch, 1:2 (24.) Schumann, 1:3 (26.) Schumann, 1:4 (45.) Schröer, 1:5 (51.) Schwemling, 1:6 (65.) Schumann, 1:7 (72.) Klaus, 1:8 (76.) Schwemling, 1:9 (79.) Schumann.

08.08.11 (NW) „Wölfe“ überraschen auch ihren Trainer
FAIR PLAY CUP: Torwart Matthias Wormuth überragt beim Sieger / SuS II sorgt für ein Aha-Erlebnis

VON WOLFGANG DÖBBER



Bad Oeynhausen-Wulferdingsen. Erfolg macht doch wohl ein wenig süchtig: Vor etwa zwei Monaten feierte der SuS Wulferdingsen den Aufstieg in die Fußball-Bezirksliga. Dann setzte er sich im Kreispokal etwas glücklich mit 1:0 bei der SV Eidinghausen-Werste durch und nun feiern die „Wölfe“ den nächsten Erfolg: Sieger beim Fair-Play-Cup 2011 im Finale gegen den Klassenrivalen TuS Lohe.

Die Entscheidung fiel im Elfmeterschießen, als Torwart Matthias Wormuth die Schüsse von Johannes Flachmeier und Daniel Borcherding entschärfte. Der verdiente Turnier-Sieg erfreute auch Trainer Gerd Hartmann, der aufgeräumt zusammenfasste: „Ich bin selbst überrascht von der Truppe. Einige Spieler gingen doch sehr auf dem Zahnfleisch. Gerade nach dem 2:6 tags zuvor im Testspiel gegen Landesligist TuS Tengern. Wir haben heute guten und einfachen Fußball geboten.“ Neben dem frisch gekürten Bezirksligisten SuS Wulferdingsen überraschten auch die kleinen „Wölfe“, die in der Mindener Kreisliga B kicken.

Mit sieben Punkten holten sie sich überraschend Platz eins in der Vorrunden-Gruppe A und ließen die A-Ligisten TuS Volmerdingsen, SV Eidinghausen-Werste und RW Rehme (wurden Gruppen-Zweiter) hinter sich. Im Halbfinale hatte der SuS II gegen den TuS Lohe beim 0:2 dann keine Chance. Alexander Felde, der mit vier Toren beim Turnier glänzte, vertrat den fehlenden Torjäger Manuel Hejlek glänzend und schoss nach Pass von Johannes Flachmeier das 1:0. Gianfranco Vodola machte mit dem 2:0 den Sack zu. Die Loher schlugen sich mit gefälligem und flüssigem Spiel gut, hatten bei weitem aber nicht alle Stammspieler dabei. So durfte sich Marc Schmedtlevin, der über das Turnier berichten musste, gleich Trikot und Fußballschuhe überstreifen und kickte (ganz gut) mit.

Mit vier Punkten schafften es auch die Rehmer, bei denen Neuzugang Alexander Spann gute Szenen hatte, in das Halbfinale, mussten sich da aber dem SuS Wulferdingsen beugen. Ein knallharter 18-Meter-Schuss von Neuzugang Mirco Nuhanovic brachte den SuS ins Finale. Dort warteten die Loher, und als nach 20 Minuten keine Tore gefallen waren, musste SuS-Torwart Matthias Wormuth mit erwähnten Glanzparaden gegen Flachmeier und Borcherding für den Turnier-Erfolg sorgen. Johann Janzen sagte mit dem 4:2 „Danke Matze“ – und die „Wölfe“ hatten den Pott. Wormuth kassierte in sechs Partien nur einen Gegentreffer.

Der vierte Fair Play Cup der Bad Oeynhausener Sportvereine hatte allerdings einen kleinen faden Beigeschmack: Fußball-A-Ligist TuS Bad Oeynhausen sagte kurzfristig noch am Turnier-Tag Samstag ab. Und alle Verantwortlichen hätten sich sicher mehr Zuschauer-Resonanz erwartet. Aber die drückenden Temperaturen schienen den ein oder anderen Besucher abgehalten zu haben, sich auf den Weg nach Wulferdingsen zu machen. Eine Verzögerung gab es,, als sich um 16.08 Uhr die Himmelsschleusen öffneten und sich Wassermassen auf den beiden Plätzen ergossen: Da konnten die Dehmer und die „Wölfe“ nur zuschauen, bevor es um 16.15 Uhr weiter ging.

schlueterDie vier Halbfinalisten

´SuS Wulferdingsen I (Bezirksliga): Torwart Matthias Wormuth; Martin Pasold, Alexander Bäumer, Dennis Laufer, Matthias Finke, Michael Prosser, Andre Zschunke, Jannik Korte, Andre Heim, Mirco Nuhanovic, Benedikt Ruschmeier, Frank Habbe, Frank Zurheide, Johann Janzen, Robin Grothkopf.

´TuS Lohe (Bezirksliga): Torwart Mohammad Ibrahim; Christian Bartling, Lars Holtkamp, Carl-Hendrik Stühmeier, Philip Pausch, Marcel State, Jan-Philipp Weber, Oliver Walkenhorst, Johannes Flachmeier, Gianfranco Vodola, Alexander Felde, Marc Schmedtlevin und Daniel Borcherding.

´SuS Wulferdingsen II (Kreisliga B): Torwart Tim Ziegerick; Roman Thiessen, Patrick Knoche, Thorsten Schlüter, Gordon Engel, Jonas Bekemeyer, Daniel Krüger, „Blondie“ Schwab, Alexander Schäfer, Fatih Akyürek, Benjamin Herrmann, Dennis Dusella, Sven Kownatzki, Pierre Rullkötter.

 

 

 

04.08.11 (NW) Janzen knipst ihn weg
FUSSBALL-KREISPOKAL MINDEN, 1. RUNDE: SuS gewinnt bei der SVEW mit 1:0

VON EGON BIEBER

Bad Oeynhausen-Werste. Viele Zuschauer hatten sich schon auf eine Verlängerung eingestellt, da rappelte es doch noch in einem Gehäuse unter den Pappeln, und zwar in dem von A-Ligist SV Eidinghausen-Werste. Fußball-Bezirksligist SuS Wulferdingsen gewann das Erstrunden-Match im Mindener Kreispokal durch einen Treffer von Johann Janzen in der 86. Minute mit 1:0 (0:0).

Der Wulferdingsener Torwart Matthias Wormuth drosch den Ball beim Abschlag mit Schmackes nach vorne, der landete weit in der Hälfte der Gastgeber, der eingewechselte Andre Heim lief mit ihm in den SVEW-Strafraum und passte von rechts mustergültig auf den mitgelaufenen Johann „Hans“ Janzen, der aus etwa acht Metern vollstreckte. SVEW-Torwart René Daubitz hatte keine Abwehrchance. „Eine dumme Situation hat das Spiel entschieden“, brachte es der neue Werster Trainer Michael Wagner treffend auf den Punkt. Denn ein Klassenunterschied war in den insgesamt 98 Spielminuten (der Schiedsrichter ließ in der zweiten Halbzeit sieben Minuten nachspielen) nicht zu erkennen.

Nach dem fulminanten Beginn und Pfostenschuss der „Wölfe“-Neuerwerbung Mirko Nuhanovic bereits nach zwei Minuten verflachte die Partie zusehends. Die SVEW, die ebenso wie der SuS gleich auf mehrere Stammkräfte verzichten musste, kämpfte aufopferungsvoll mit aggressivem Forechecking, bekam aber in der ersten Halbzeit in der Offensive nichts auf die Kette – und bei den Wulferdingsenern lief auch nichts Produktives zusammen, waren sie nur bei Standards gefährlich. Dabei verpasste Frank Zurheide gleich zweimal (30. und 35.) im Fünf-Meter-Raum nach Freistoß-Hereingaben in aussichtsreicher Position und parierte SVEW-Keeper Daubitz in der Nachspielzeit glänzend aus kurzer Entfernung nach einem Linksschuss gegen Mirko Nuhanovic.

Die erste und auch einzige ernsthafte Torchance für die Hausherren gab es drei Minuten nach Wiederanpfiff, doch Hossein Abdallah schoss den Ball aus halbrechter Position knapp vorbei. In dieser zweiten Halbzeit hatte der A-Ligist sogar ein optisches Übergewicht, doch torgefährliche Aktionen sprangen dabei nicht heraus. Und was produzierte der Bezirksligist in der Offensive? Decken wir den Mantel des Schweigens drüber – bis zur erwähnten 86. Minute, als die SVEW-Abwehr zu weit aufgerückt war. „Ich weiß nicht mal, ob wir verdient gewonnen haben“, sagte ein verärgerter SuS-Trainer Gerd Hartmann. „Ich bin mit dem, was wir gespielt haben, gar nicht einverstanden. Der Gegner hat uns mit seinem aggressivem Zweikampfverhalten das Leben schwer gemacht.“ Natürlich nicht mit dem Ergebnis, dafür aber mit dem Auftritt seiner Jungs sehr zufrieden war Michael Wagner: „Ich bin stolz auf das Team. Sie hat einen guten Fight abgeliefert und den Wölfen die Stirn geboten. Uns fehlte nur im Angriff die Durchschlagskraft.“

´SVEW: Daubitz; Schmidt, Popa, Heuser, Mees, Sander (88. Lenk), Hausmann, Abdallah, Poggemöller (85. Walger), Missing, Sarkici (64. Yel).

´SuS: Wormuth; M. Pasold, Finke, F. Habbe, Grothkopf, Bäumer, Keulertz (27. B. Ruschmeier), Prosser (77. Knoche), Janzen, Zurheide (54. Heim), Nuhanovic.

´Tor: 0:1 (86.) Janzen.

´Gelb-Rot: Janzen (90.+4).

´In der nächsten Runde spielt der SuS gegen Maaslingen.

18.07.11 (NW) Warm anziehen
SuS Wulferdingsen stellt sein neues Team vor

VON WOLFGANG DÖBBER

Bad Oeynhausen-Wulferdingsen. Mit dem Wissen um die eigene Stärke, mit fünf Neuzugängen und dem Kader des Aufstiegsjahres geht der SuS Wulferdingsen in das Abenteuer Fußball-Bezirksliga. Trainer Gerd Hartmann möchte in seinem vierten Jahr bei den „Wölfen“ das Team taktisch weiterbilden.

Da steigen sie nach langer Abstinenz wieder in die Fußball-Bezirksliga auf, und müssen in der Saison 2011/12 gleich mit sechs potentiellen Absteigern rechnen. Eine harte Bürde, aber Trainer Gerd Hartmann macht das nicht nervös. „Viel wichtiger ist, dass wir guten Fußball anbieten, uns taktisch weiter schulen und verbessern und einfach nur Spaß am Fußball haben“, hofft der 46-Jährige Trainer. Die super Kameradschaft der letzten Jahre, so Hartmann, müsse natürlich auch in der Bezirksliga weiter funktionieren. Neben den für die Rückrunde 2011 verpflichteten Max Meier und Robin Grothkopf setzte der Trainer auch auf die talentierten fünf Neuzugänge.

Vom TuS Tengern II kommen mit Mirko Nuhanovic (Hartmann: „Drahtiger Spieler, schnell, wird auch bei uns seine Tore machen“), Jannik Korte („technisch sehr stark, für seine 20 Jahre spielt er schon sehr clever“) und aus der dortigen A-Jugend mit Christian Beckmann („musste sechs Monate mit Kreuzbandriss pausieren, findet jetzt wieder rein“) drei ambitionierte Spieler, alle für den Offensivbereich gedacht. Auch die aus der eigenen A-Jugend hochgezogenen Andre Hein und Andre Zschunke erhöhen den Druck auf den Kader.

Hartmann sagt es unverblümt: „Ich bin auch gespannt, wie die Anfangsformation im ersten Spiel aussieht. Alle fangen bei Null an, jeder muss sich neu beweisen. Die Etablierten müssen sich warm anziehen.“ Hartmann weiß, dass der SuS in der Bezirksliga auch variabler auftreten muss. „Wir studieren zwei Systeme ein. Wir müssen auch mal defensiver spielen können und schnell kontern. Dafür haben wir jetzt die Leute“. Einzige Hiobsbotschaft bei den „Wölfen“: Kapitän Thomas Peters plagt sich noch mit Achillessehnenproblemen herum, kann die ersten Wochen nicht trainieren. „Wie gesagt, es kann sehr schwer werden“, sagt Hartmann – aber mit Nuhanovic und Co. hat er nun mehr Asse im Ärmel.

´Abgänge: Patrick Zweck (SVKT), Marcel Gräve (VfL Frotheim).

´Zugänge: Mirko Nuhanovic (24, TuS Tengern II, offensiv), Jannik Korte (20, Tengern II, Mittelfeld zentral), Christian Beckmann (19, A-Jugend Tengern, Sturm), Andre Hein, Andre Zschunke (beide eigene A-Jugend).

´Kader (ohne Neuzugänge):

Tor: Matthias Wormuth, Sascha Kelle; Abwehr: Alexander Bäumer, Matthias Finke, Robin Grothkopf, Frank Habbe, Jens Habbe, Martin Keulertz, Martin Pasold; Mittelfeld und Sturm: Frank Zurheide, Michael Prosser, Thomas Peters, Dennis Laufer, Benedikt Ruschmeier, Florian Miegel, Johann Janzen, Max Meier; Standby: Jens Teifel.

´ Trainer: Gerd Hartmann (46, im vierten Jahr).

´Co-Trainer: Volker Stühmeier (44, im vierten Jahr).

´Saisonziel: Taktisch verbessern, guten Fußball bieten“.

´Titelfavoriten: FT Dützen, SV Rödinghausen II.

´Testspiele (alles Heimspiele): 24.7. Mennighüffen (15 Uhr); 27. Gehlenbeck (19 Uhr), 30.7. TuRa Espelkamp (17 Uhr), 2.8. Tengern III (19 Uhr), 5.8. Tengern (19.15 Uhr), 11.8. A-Junioren TuS Tengern (19 Uhr).

28.06.11 (NW) Spannung bis über das Saisonende hinaus
Wulferdingsen muss für den Aufstieg nachsitzen

Bad Oeynhausener Teams erreichen Ziele / Kopfschmerzen nur in Rehme
VON TIM PLACKE

Bad Oeynhausen. Reichlich Gesprächsstoff lieferte die vergangene Saison in der Mindener Fußball-Kreisliga A. Während der SuS Wulferdingsen im Entscheidungsspiel den Aufstieg in die Bezirksliga unter Dach und Fach brachte, lieferten auch die jungen Teams vom TuS Bad Oeynhausen und dem TuS Volmerdingsen überwiegend starke Leistungen. Auch die SV Eidinghausen-Werste erreichte ihre Ziele, lediglich bei RW Rehme lief es nicht so wie gewünscht.

SuS Wulferdingsen

Der SuS führte monatelang souverän die Tabelle an, ehe Verfolger TuS Lahde/Quetzen im Schlussspurt Punkt um Punkt aufholte. „Wir haben uns natürlich geärgert, dass wir den Vorsprung noch verspielt haben“, gibt Trainer Gerd Hartmann zu, sagt aber auch: „Wir haben das Entscheidungsspiel gewonnen und sind verdient aufgestiegen, weil wir lange Zeit den besten Fußball gespielt haben“, so Hartmann. Die „Wölfe“ hatten in dieser Saison den ausgeglichensten Kader der Liga, konnten auch Verletzungen oder Sperren von wichtigen Spielern ausgleichen. Eine Bereicherung für die Offensive war Johann Janzen, dem 17 Treffer glückten. Auch Routinier Michael Prosser erlebte seinen dritten Frühling, er netzte gleich 16 mal ein. Im Tor glänzte erst Sascha Kelle, dann Matthias Wormuth, als Kelle sich das Kreuzband riss. Im Entscheidungsspiel war dann wieder Kelle mit großartigen Paraden zur Stelle. Mit Martin Keulertz spielte ein weiterer Neuzugang eine überzeugende Serie und sorgte im Entscheidungsspiel mit seinem Treffer für den Aufstieg. In der Bezirksliga wartet nun eine neue Herausforderung auf die „Wölfe“, mit Mirko Nuhanovic, Jannik Korte und Christian Beckmann wurden die ersten drei Neuzugänge verpflichtet.


Michael Prosser 31 Spiele/16 Tore, Thomas Peters 31/9, Alexander Bäumer 30/2, Matthias Finke 30/0, Denis Laufer 29/3, Martin Keulertz 29/6, Johann Janzen 28/17, Patrick Zweck 26/2, Martin Pasold 26/2, Jens Teifel 24/7, Florian Miegel 21/13, Frank Habbe 17/2, Matthias Wormuth 15/0, Daniel Krüger 14/2, Sascha Kelle 14/0, Max Meier 14/2, Frank Zurheide 14/3, Benedikt Ruschmeier 11/1, Robin Grothkopf 9/1, Marcel Gräve 5/0, Patrick Knoche 3/0, Jens Habbe 2/0, Tim Ziegerick 2/0, Enzo Cutraro 1/0, Jonas Bekemeyer 1/1, Robert Uhlig 1/0, Florian Steinhagen 1/0, Benjamin Herrmann 1/0.


23 Tore: Christian Kulynycz (RW Rehme).

18 Tore: Julian Hartmann (RW Rehme), Erdal Celik (SV Eidinghausen-Werste).

17 Tore: Johann Janzen (SuS Wulferdingsen), Ercan Kaynar (Türk SV Minden).

16 Tore: Michael Prosser (SuS Wulferdingsen).

15 Tore: Andre Grohnert

14 Tore: Pascal Foukis (Makedonikos Minden), Bastian Grünewald (TuS Lahde-Quetzen), Thomas Sparla (TuS Lahde-Quetzen), Mark Hinkelmann (TuS Lahde-Quetzen), Tim Namnieks (TuS Holzhausen/Porta), Björn Reinking (TuS Döhren).

13 Tore: Damian Traczuk (TuS Bad Oeynhausen), Florian Miegel (SuS Wulferdingsen), Olaf Buddenbohm (FT Dützen II).

12 Tore: Talat Baydak (TuS Döhren), Soner Selvi (SV Eidinghausen-Werste), Marcus Diederich (SV Weser Leteln), Adem Celik (Türk SV Minden).

11 Tore: Sobhan Natawan (TuS Bad Oeynhausen), Chris Fangmann (TuS Lahde-Quetzen), Andreas Vetter (TuS Windheim), Michael Kutz (FT Dützen II), Sascha Bauermeister (Makedonikos Minden).

10 Tore: Samir Tohme (TuS Bad Oeynhausen), Jan Hoberg (TuS Volmerdingsen), Pascal Dunken (FT Dützen II).

 

18.06.11 (NW) SuS verpflichtet drei neue „Wölfe“
Trainerduo für „Zweite“ gefunden


Bad Oeynhausen-Wulferdingsen (jk). SuS Wulferdingsen, Aufsteiger in die Fußball-Bezirksliga, hat sich mit drei neuen Spielern verstärkt und seine Personalplanungen für die kommenden Saison so gut wie abgeschlossen.

Das teilte Wulferdingsen Fußball-Abteilungsleiter Alfred „Ali“ Waldeck auf Anfrage mit. Alle drei Neuzugänge waren zuletzt beim Bezirksligisten TuS Tengern II am Ball. Mirko Nuhanovic (24) ist für das Mittelfeld vorgesehen, könnte aber auch im defensiven Bereich eingesetzt werden. „In der Defensive sind wir eigentlich stabil genug, wir haben bei unseren Verpflichtungen mehr auf die Offensivqualitäten geachtet. Außerdem arbeitet Trainer Gerd Hartmann sehr gerne mit jungen Leuten zusammen“, erklärt Waldeck die Auswahl. Der 45-Jährige hält auch große Stücke auf die zweite Neuverpflichtung Jannik Korte. Der 20-jährige Werster gilt als sehr talentiert, kann auf mehreren Positionen spielen und machte sich zuletzt bei den Tengeranern als „Zehner“ einen Namen. Und als dritten Spieler verpflichteten die Wulferdingsener Christian Beckmann. Der 20-Jährige wechselte vor zwei Jahren von der SG Volmerdingsen/Wulferdingsen zu den A-Junioren des TuS Tengern, zog sich dann aber vor einem Jahr einen Kreuzbandriss zu. Dem Stürmer rechnet Ali Waldeck viel Potenzial zu. Derzeit führe er noch Gespräche mit einem jungen Spieler, ansonsten seien die Personalplanungen erledigt.

Auch bei der 2. Mannschaft von SuS Wulferdingsen geht es voran. Das neue Trainer-Duo auf der Bank des Mindener B-Ligisten heißt Daniel Pasold und Olaf Krüger. Beide gehören zum eigenen Trainernachwuchs.

 

 

 

 

 

14.06.11 (NW) Vom grauen Wolf bis zum Kampfschwein
SUS WULFERDINGSEN: Die Pferdelunge beim Bezirksliga-Aufsteiger macht die Wölfe-Hits


Bad Oeynhausen-Wulferdingsen (nw). Mindestens 26 Spieltage war der SuS Wulferdingsen in der Fußball-Kreisliga A Minden das Maß aller Dinge. Dann gerieten die „Wölfe“ ins Trudeln, verdattelten den stattlichen Vorsprung, gewannen schließlich mit Nervenflattern das Entscheidungsspiel gegen den TuS Lahde/Quetzen durch ein unvergessliches Tor aus 35 Metern (114.) von Martin Keulertz (wir berichteten) – und setzten mit dem verdienten Bezirksliga-Aufstieg das Sahnehäubchen auf eine insgesamt grandiose Saison. „Wölfe“-Kapitän Thomas Peters und seine Teamkollegen aus dem Mannschaftsrat verfassten das witzige sowie humorvolle Personalbuch der Erfolgs-Mannschaft.

´Torwart Sascha Kelle: Unser Nörgler vom Dienst hat auch in dieser Saison seine Geber- und Nehmerqualitäten gezeigt. Wo er hingeht wächst kein Gras mehr.

´Torwart Matthias Wormuth: Der Trainings-Weltmeister war stets da, wenn wir ihn brauchten. Übrigens Herr WORTmuth, dein Auto steht vorm Vereinsheim.

´Torwart Tim Ziegerick: Auf Schlange ist stets verlass. Leider nur mit wenigen Einsätzen bedacht, macht er doch die meisten Meter.

´Matthias Finke: Unser Abwehrchef hält mit seiner allseits gefürchteten Kralle hinten wie vorne den Laden sauber. Die Frisur sitzt. Danke für die 50 Liter Bier.

´Martin Keulertz: „Keule“ ist der Turm in der Schlacht. Holt sich im Spiel auch mal die 4. oder 5. Luft. DANKE!!

´Robin Grothkopf: Robin kam im Winter zu uns und war gleich mittendrin statt nur dabei.

´Martin Pasold: „Maddin“ ist unser wichtigster Mann, er plante das Mallorca-Trainingslager. Mittlerweile landen seine Flanken auch vor dem gegnerischen Tor.

´Frank Habbe: „Skelli“ ist unser Strafgeld-Beauftragter. Dabei ist er leider genauso kompromisslos wie auf dem Fußballfeld. Ich sage nur, dreckiger Maulwurf . . .

´Jens Habbe: „Junior“ verweilt die meiste Zeit als Soldat in Hamburg, aber für einen Einsatz bei den Wölfen ist er immer bereit.

´Benny Ruschmeier: Der Mann mit der feinen Technik und dem angewachsenen Handy. Legt das Ding nur zum Fußball spielen zur Seite.

´Dennis Laufer: Der graue Wolf mit einem BMI von Minus 5. Fällt besonders durch seine Unauffälligkeit auf.

´Alexander Bäumer: Der Banker ist das Kampfschwein im Mittelfeld. Schießt seine Tore ausschließlich ab einer Entfernung von mindestens 20 Meter. Beide Zeigefinger nach oben.

´Michael Prosser: Der Herr Lehrer hat im Laufe der Zeit das Stellungsspiel für sich entdeckt. Der schönste Albatros der Liga schießt trotzdem seine Tore.

´Max Meier: Max ist im Winter dazu gestoßen und bringt mit seinen Dribblings nicht nur die gegnerischen Verteidiger zum verzweifeln.

´Johann „Hans“ Janzen: Hansi ist DER Mann in unserem Spiel. „Ich will ja nicht sagen es ist verdient, aber es ist verdient.“ Danke für die ganzen Fotos!

´Jens Teifel: Spieler gehen, Legenden bleiben!!

´Florian Miegel: Der Publikumsliebling stillt seinen Hunger, Gott sei Dank, auch mit Toren.

´Frank Zurheide: Unser Loverboy pendelt ständig zwischen Stammplatz und Stammkneipe.

´Patrick Knoche: Officer Bones verhaftet nicht nur Verbrecher.

´Daniel Krüger: „Krügi“ ist unser Schnellster und stoppt den Ball weiter als er schießen kann. Seit dem Winter jagt er leider nur noch dem Abi hinterher.

´Enzo Cutraro: New York, Mailand, Wulferdingsen und zurück!

´Marcel Gräve: Hat bei den Wölfen sein Idol gefunden. Machs gut Junge!

´Patrick Zweck: Nachdem „Zwecki“ bei den Wölfen alle getunnelt hat, sucht er nun eine neue Herausforderung. Zeig den Jungs dein spezielles Outfit.

´Jonas Bekemeyer: Lindodrom, Fußballplatz, Tor schießen, weiterfeiern, Danke.

´Thomas Peters: Der Capitano! Ausgestattet mit einer Pferdelunge, hat er schon jede Position auf dem Fußballplatz bekleidet. Er macht die Wölfe-Hits.

´Volker Stühmeyer: „Stüüüh“ ist der ehrlichste und fürsorglichste Betreuer, den es gibt. Sorgt mit Alkohol für den nötigen Ehrgeiz.

´Carsten Reinkensmeier: „Beutel“ ist unser Mädchen für alles. Platz- und Zeugwart sowie Betreuer auf Abruf. Unser Beutel steht auf gepflegte Plätze, FC Schalke 04 und tote Maulwürfe.

´Trainer Gerd Hartmann: Das Feierbiest aus Tengern quält sich ins Bolero und uns in den so geliebten Parcours. Ach Harzer, hast alles richtig gemacht!!!

´Klaus Schneider: Man sagt, er habe magische Kräfte.

´Vorstand: Danke für die Arbeit im Hintergrund. Wie siehts eigentlich mit einer Meisterfeier auf Mallorca aus? Wir hätten Zeit!

´Fans: Danke für die lautstarke und zahlreiche Unterstützung. Ihr seid die geilsten!!!

* NACHLESE ZUM AUFSTIEG DES SUS WULFERDINGSEN IN DEI FUSSBALL-BEZIRKSKLASSE *

10.09.11 (NW) Nur noch eine große Party
SuS Wulferdingsen feiert den Bezirksliga-Aufstieg, bis es hell wird

VON EGON BIEBER

UND TIM PLACKE



Minden/Bad Oeynhausen-Wulferdingsen. „Heute Abend wird richtig gefeiert. Nur ein bisschen gibt es nicht“, sagte Matthias Finke, Abwehrchef des frisch gekürten Fußball-Bezirksliga-Aufsteigers SuS Wulferdingsen, in dunkler Nacht am Mittwoch im Mindener Weserstadion. Und es wurde für viele eine lange Nacht im SuS-Vereinsheim, verließen es einige erst, als es draußen schon hell wurde.



Nach den Sekt- und Bierduschen im Stadion machte Kapitän Thomas Peters erst noch einen Abstecher ins Mindener Klinikum, um sein im Spiel nach einem Tritt lädiertes und blutendes Kinn (wurde im Spiel mehrmals mit neuem Pflaster beklebt, hielt aber nie lange) mit vier Stichen Feier-tauglich herzustellen. Die Stimme von Erfolgs-Trainer Gerd Hartmann, der mit den „Wölfen“ bereits nach der Saison 2004/05 in die A-Liga aufgestiegen war, war gestern Mittag noch sehr kratzig. „Ich bin froh, dass jetzt Pause ist. Das hat in den letzten Wochen doch arg an den Nerven gezehrt. Spielerisch haben wir am Mittwoch wahrlich keine spielerischen Glanzlichter gesetzt“, sagt er. „Die Leistung beim Feiern war deutlich besser als die auf dem Platz. Da macht uns keiner was vor.“ Dass doch noch Glanz in dunkler Nacht in die Wulferdingsener Hütte einzog, ist einer verunglückten Bananen-Flanke des mit Torwart Sascha Kelle, Thomas Peters und Johann Janzen stärksten SuS-Spielers, Martin Keulertz, zu verdanken.

Der Jubel nach dem Schlusspfiff war grenzenlos. Die Mannschaft, angeführt von Robin Grothkopf, verpasste ihrem Trainer Gerd Hartmann die obligatorische Sekt-Dusche, und Torschütze Martin Keulertz konnte sich vor Gratulanten kaum retten. 120 Minuten harte Arbeit lagen hinter den Fußballern des SuS Wulferdingsen, als sie endlich den Aufstieg in die Bezirksliga feiern durften. Michael Skibbe, Trainer des unterlegenen Gegners TuS Lahde-Quetzen, gratulierte seinem Kollegen Hartmann fair. Skibbe und sein Team haderten aber mit der Leistung von Schiedsrichter Jörg Uphoff, der einem Treffer von Lahde-Quetzen die Anerkennung verweigerte. „Sören läuft von hinten rein. Deshalb war es kein Abseits und das Spiel läuft anders“, sagte Skibbe, kündigte aber unmittelbar nach Schlusspfiff an: „Nächstes Jahr greifen wir wieder an.“

„Die Art und Weise wie wir aufgestiegen sind, ist mir völlig egal“, sagte dagegen Hartmann. Die Erleichterung war ihm deutlich anzusehen. Acht Punkte Vorsprung hatte sein Team in den letzten Wochen eingebüßt, die sicher geglaubte Meisterschaft hatte das Team verschenkt. Und im Entscheidungsspiel kam der SuS erst in der zweiten Halbzeit ins Rollen. „Am Ende haben wir uns nur noch durchgequält“, gab auch Hartmann zu. „An den letzten vier Spieltagen haben wir zwar nicht unsere Leistung gebracht, aber wir waren 26 Spieltage lang die mit Abstand beste Mannschaft der Liga. Unser Aufstieg ist total verdient“, jubelte Mittelfeldspieler Michael Prosser.

STIMMEN
´Michael Prossser mit extra Lob für den Torschützen Martin Keulertz: „Keule war der überragende Mann auf dem Platz, er hat sich das verdient. Das ist ein unbeschreiblich geiles Gefühl. An den letzten vier Spieltagen haben wir zwar nicht unsere Leistung gebracht, aber wir waren 26 Spieltage lang die mit Abstand beste Mannschaft der Liga. Unser Aufstieg ist total verdient. Heute Abend reißen wir die Hütte ab, das wird ein geiles Moped.“

´Trainer Gerd Hartmann: „Von den Mallorca-Fahrern hatte in der Verlängerung komischerweise der ein oder andere Probleme mit Krämpfen. Sascha Kelle hat uns lange im Spiel gehalten. Für ihn freue ich mich ganz besonders, weil er seit Wochen mit Knieproblemen spielt und bald operiert wird. Er hat sich aber für die Mannschaft durchgequält.“

´Martin Keulertz: „Ich wusste, dass ich das kann, aber gewollt war das nicht.“

´Thomas Peters: „Das Feiern haben wir auf Mallorca schon geübt, da macht uns keiner was vor.“

´Matthias Wormuth: „Ein geiles Gefühl. Das ich das noch erleben darf.“

´Fußball-Obmann Alfred „Ali“ Waldeck: „Das Quäntchen Glück, das uns in den letzten Liga-Spielen fehlte, haben wir diesmal gehabt. Es war wie gemalt für uns vor dieser würdigen Kulisse. Ein Highlight.“

INFO: Vor 18 Jahren
´ Lange, lange Zeit ist es her: 18 Jahre Abstinenz aus der Fußball-Bezirksliga für den SuS Wulferdingsen. Ab der Saison 2011/12 ist die 1. Mannschaft wieder Mitglied dieser Liga. Abgestiegen aus der Bezirksliga war der SuS aus der Bezirksliga nach der Saison 1992/1993 unter Trainer Rüdiger „Toto“ Hein.

´ Einige Jahre dümpelte die SuS-„Erste“ sogar in der B-Liga herum. Der Aufstieg in die Kreisliga A gelang – auch unter Trainer Gerd Hartmann – in der Saison 2004/05 mit 79 Punkten vor dem SC Hille mit 76 Zählern. (ebi)

09.06.11 (NW) Bananen-Flanke ins Glück
Martin Keulertz schießt den SuS Wulferdingsen in die Bezirksliga

VON TIM PLACKE



Minden. 114 Minuten sind mittlerweile gespielt, keiner der rund 1100 Zuschauer im Mindener Zuschauer glaubt noch an eine Entscheidung in der Verlängerung, einen Sieger hat das Spiel eigentlich nicht verdient, jeder rechnet mit einem Elfmeterschießen. Doch dann nimmt sich Martin Keulertz ein Herz.

An der Mittellinie erobert der 23-jährige Innenverteidiger des SuS Wulferdingsen den Ball, spielt zwei Gegner aus und flankt den Ball vorher. Aus der Flanke wird jedoch ein Torschuss, der sich hinter dem verdutzten Torwart Dirk Dransfeld vom TuS Lahde-Quetzen ins Netz senkt. Es folgt grenzenloser Jubel, alle „Wölfe“ rennen auf das Spielfeld und begraben den Torschützen unter sich. Der sagt später: „Ich wusste, dass ich das kann, aber gewollt war das nicht“. Knappe 35 Meter Distanz legte seine Flanke zurück. Dass die „Wölfe“ durch einen Torwartfehler des Gegners aufsteigen, ist ihnen anschließend völlig egal. „Mir fallen 10.000 Steine vom Herzen, wir haben uns am Ende nur noch durchgequält, aber die Art und Weise wie wir aufgestiegen sind, ist mir völlig egal“, sagt Trainer Gerd Hartmann, der die obligatorische Sektdusche seiner Spieler nicht verhindern kann.

Dass es zu dieser Sektdusche kam, hatten die „Wölfe“ lange Zeit ihrem Torhüter Sascha Kelle zu verdanken. Bereits nach zwei Minuten pariert er bravourös gegen den freistehenden Konstantin Bitter, nach zehn Minuten lenkt er einen fulminanten Distanzschuss von Waldemar Quiring mit den Fingerspitzen noch an die Latte.

Gerd Hartmann ist mit der Anfangsphase seines Teams überhaupt nicht zufrieden und schickt bereits nach 25 Minuten mit Robin Grothkopf den ersten Spieler zum Aufwärmen. Doch das ändert nichts. Die „Wölfe“ kriegen in der ersten Halbzeit kein Bein auf die Erde, haben nicht eine gefährliche Torchance. „Manche wissen scheinbar gar nicht, worum es hier eigentlich geht“, schimpft Hartmann in der Halbzeit. Das hat gesessen. In die zweite Halbzeit starten die „Wölfe“ viel engagierter. In der 47. Minute hat Thomas Peters die Chance zur Führung, scheitert aber freistehend an Dirk Dransfeld. Auf der Gegenseite lenkt in der 53. Minute Sascha Kelle erneut einen Ball an die Latte. Das Glück haben die „Wölfe“ auf ihrer Seite. Alle bis auf Johann Janzen. Der schießt in der Schlussphase der regulären Spielzeit den Ball gleich zweimal freistehend weit über das gegnerische Tor.

Um 21.32 Uhr steht fest: Es gibt Verlängerung. In der hat Lahde-Quetzen die erste dicke Chance, doch wieder ist Sascha Kelle zur Stelle.Den Schuss des freistehenden Chris Fangmann pariert er herausragend. Sören Janke verfehlt für Lahde zweimal per Distanzschuss das Gehäuse. In der zweiten Halbzeit der Verlängerung trifft Janke dann. Grenzenloser Jubel bei Lahde-Quetzen, bis der berechtigte Abseitspfiff von Schiedsrichter Jörg Uphoff ertönt. In der 109. Minute scheitert Robin Grothkopf per Kopf an Dransfeld. Dann kommt die 114. Minute mit Martin Keulertz, der die „Wölfe“ erlöst. In der 120. und letzten Minute kullert der Ball nochmal durch den Wulferdingsener Strafraum, zwei TuS-Spieler verfehlen das Spielgerät, dann ist Schluss. Der Rest ist Jubel. Und Komplimente. „Keule war der überragende Mann auf dem Platz, er hat sich das verdient“, sagt Michael Prosser.

´SuS Wulferdingsen: Kelle; Pasold (76. Teifel), Finke, Keulertz, Laufer, Peters, Prosser (55. Grothkopf), Bäumer, Meier, Janzen, Miegel (96. Zurheide).
´TuS Lahde-Quetzen: D. Dransfeld; T. Dransfeld, Fangmann, Brestel, Hansch, Köpper (115. Berning), Quiring (83. Janke), Hinkelmann, Bitter, Sparla, Grünewald (70. Gamper).

´Tor: 1:0 (114.) Martin Keulertz.´Zuschauer: 1100.